Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)

Pkw-Produktion und -Absatz im November leicht über Vorjahresniveau / 3 Millionen-Marke im Inlandsabsatz überschritten

(Frankfurt am Main) - Nach einer vorübergehenden schwächeren Entwicklung im Spätsommer übertrafen Produktion und Absatz der deutschen Automobilindustrie im November 2003 die Vorjahresvolumina. Begünstigt durch eine sich stabilisierende Inlandsnachfrage und anziehende Auslandsorder stieg die Pkw-Fertigung um 2 Prozent auf 512.200 Fahrzeuge, das höchste Produktionsvolumen in einem Monat November seit 1998. Saisonbereinigt übertraf die Pkw-Herstellung das Vormonatsniveau sogar um 13 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf rollten in Deutschland gut 4,7 Mio. Personenkraftwagen von den Bändern; damit wird wie im Vorjahr die 5 Mio.-Grenze wieder überschritten.

Der Export von Personenkraftwagen legte im November 2003 ebenfalls um 2 Prozent auf 363.700 Fahrzeuge zu. Arbeitstäglich bereinigt (20 Arbeitstage im November 2003 gegenüber 21 im Vorjahresmonat) stieg die Ausfuhr sogar um 7 Prozent. Seit Anfang dieses Jahres lieferten die deutschen Hersteller über 3,3 Mio. Personenkraftwagen ins Ausland. Trotz zum Teil rückläufiger Märkte und währungsbedingter Erschwernisse werden sie das hohe Vorjahresergebnis aufgrund von Marktanteilsgewinnen auf wichtigen Auslandsmärkten nahezu wieder erreichen.

Der Inlandsabsatz stieg im November jedoch noch verhalten. Mit schätzungsweise 258.000 Neuzulassungen wurden im November 1 Prozent mehr Personenkraftwagen abgesetzt als vor einem Jahr. Saisonbereinigt sind die Neuanmeldungen gegenüber Oktober 2003 allerdings deutlich um 6 Prozent gestiegen. Der Pkw-Absatz hat sich damit weiter stabilisiert. Die neuen Modelle der deutschen Hersteller wirken sich zunehmend positiv aus. Von Januar bis November 2003 wurden mit 3,0 Mio. Fahrzeugen nur noch 0,6 Prozent weniger Personenkraftwagen neu registriert als vor Jahresfrist.

Die inländischen Auftragseingänge von deutschen Personenkraftwagen lagen im November 2003 zwar 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau, arbeitstäglich bereinigt fielen sie jedoch um 1 Prozent höher aus. In den ersten elf Monaten dieses Jahres wurden aus dem Inland 3 Prozent weniger deutsche Personenkraftwagen geordert. Die Bestellungen aus dem Ausland erreichten im November 2003 erneut das hohe Vorjahresniveau. Seit Beginn dieses Jahres gingen aus dem Ausland zwar noch 2 Prozent weniger Order ein als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, in den letzten Monaten haben die Auftragseingänge aus dem Ausland jedoch deutlich angezogen.

Im Nutzfahrzeugbereich begünstigen die neuen Modelle der deutschen Anbieter bereits seit einigen Monaten deutlich Produktion und Export. Mit 22.300 Transportern und 13.400 Nfz über 6 t wurden im November 11 bzw. 12 Prozent mehr Fahrzeuge gefertigt als ein Jahr zuvor. Im bisherigen Jahresverlauf erhöhten die deutschen Hersteller ihre Fertigung von Nfz bis 6 t um 2 Prozent auf 203.000 Einheiten und die von schweren und mittelschweren Nutzfahrzeugen um 5 Prozent auf 121.900 Fahrzeuge.

Getragen wurde diese erfreuliche Entwicklung maßgeblich vom Auslandsgeschäft. Mit 16.700 Einheiten exportierten die deutschen Hersteller im November 26 Prozent mehr Transporter, im Bereich der Nfz über 6 t lieferten sie mit 9.900 Einheiten 1 Prozent mehr Fahrzeuge ins Ausland. Seit Januar 2003 übertraf die Ausfuhr von leichten Nutzfahrzeugen mit 147.700 Einheiten das vergleichbare Vorjahresergebnis um 6 Prozent, im schweren und mittelschweren Nfz-Bereich fielen die Lieferungen mit 92.100 Fahrzeugen um 4 Prozent höher aus.

Auf dem Inlandsmarkt zeigt sich dagegen – analog zum Pkw-Bereich – bisher noch keine vergleichbare Dynamik. Mit 15.000 Einheiten wurden im November 5 Prozent weniger Transporter neu zugelassen. In der Gewichtsklasse über 6 t lag der Absatz mit 5.900 Fahrzeugen auf Vorjahresniveau. In den ersten elf Monaten dieses Jahres stand einem Rückgang im leichten Nfz-Bereich um 4 Prozent ein Anstieg des Absatzes im Segment über 6 t um 2 Prozent gegenüber. Während sich die Neuzulassungen von Nfz bis 6 t in den letzten Monaten tendenziell leicht abschwächten, wies der Absatz von Nfz über 6 t einen stabilen Verlauf auf.

Die Binnennachfrage nach deutschen Nutfahrzeugen zog im November 2003 um 13 Prozent an. Dabei legten die Bestellungen von Transportern um 11 Prozent, die von Nfz über 6 t um 16 Prozent zu. Seit Anfang dieses Jahres gingen bei den deutschen Herstellern 4 Prozent mehr inländische Auftragseingänge von schweren und mittelschweren Nutzfahrzeugen ein, die Transporterorder verharrten auf Vorjahresniveau. Aus dem Ausland verzeichneten die deutschen Hersteller eine gestiegene Nachfrage im Bereich bis 6 t um 10 Prozent, die Auftragseingänge von Nfz über 6 t fielen um 3 Prozent höher aus als vor einem Jahr. Bis einschließlich November 2003 wurden 8 Prozent mehr schwere und mittelschwere Nutzfahrzeuge aus dem Ausland geordert, die Bestellungen von Nfz bis 6 t verfehlten das entsprechende Vorjahresniveau um 6 Prozent.


Personenkraftwagen

Die Produktion von Personenkraftwagen wurde im November 2003 um 2 Prozent auf 512.200 Einheiten erhöht. Arbeitstäglich bereinigt (20 Arbeitstage im Berichtsmonat gegenüber 21 im November 2002) fiel die Fertigung sogar um 7 Prozent höher aus. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 4,7 Mio. Personenkraftwagen hergestellt, 1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Der Export von Personenkraftwagen übertraf im Berichtsmonat mit 363.700 Einheiten das Vorjahresergebnis um 2 Prozent. Unter Berücksichtigung der Anzahl von Arbeitstagen lieferten die deutschen Hersteller 7 Prozent mehr Personenkraftwagen ins Ausland. In den ersten elf Monaten dieses Jahres wurden 1 Prozent weniger Personenkraftwagen ausgeführt als ein Jahr zuvor.

Die Pkw-Neuzulassungen lagen im November 2003 mit voraussichtlich 258.000 Einheiten leicht um 1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Saisonbereinigt wurde das schwache Oktoberergebnis um 6 Prozent übertroffen. Seit Anfang dieses Jahres unterschritt der Pkw-Absatz mit 3,0 Mio. Fahrzeugen das entsprechende Vorjahresvolumen um 1 Prozent.

Die Inlandsorder von deutschen Personenkraftwagen fielen im Berichtsmonat um 4 Prozent schwächer aus als ein Jahr zuvor. Saisonbereinigt lagen sie 2 Prozent unter dem Oktoberergebnis. Aus dem Ausland gingen im Berichtsmonat genauso viele Bestellungen ein wie vor einem Jahr, saisonbereinigt überschritten sie das Vormonatsergebnis leicht um 1 Prozent. Seit Januar 2003 wurden aus dem Inland 3 Prozent und aus dem Ausland 2 Prozent weniger Personenkraftwagen geordert als in den ersten elf Monaten des Vorjahres. Insgesamt verzeichneten die deutschen Pkw-Hersteller im bisherigen Jahresverlauf einen Bestellrückgang um 2 Prozent.


Nutzfahrzeuge

Die Fertigung von Transportern übertraf im November 2003 das Vorjahresvolumen um 11 Prozent, im Nfz-Bereich über 6 t rollten 12 Prozent mehr Fahrzeuge von den Bändern. Bis einschließlich November wurden 2 Prozent mehr Transporter und 5 Prozent mehr schwere und mittelschwere Nutzfahrzeuge produziert.

Die Ausfuhr von leichten Nutzfahrzeugen übertraf im Berichtsmonat das vergleichbare Vorjahresergebnis um 26 Prozent, die von Nfz über 6 t fiel um 1 Prozent höher aus als ein Jahr zuvor. Seit Januar 2003 lieferten die deutschen Hersteller 6 Prozent mehr Transporter und 4 Prozent mehr schwere und mittelschwere Nutzfahrzeuge ins Ausland.

In Deutschland entwickelte sich der Absatz von Nfz über 6 t stabiler als der von leichten Nutzfahrzeugen. Sowohl im November als auch kumuliert konnte im Transportersegment nicht an den entsprechenden Vorjahresergebnissen festgehalten werden (-5 bzw. -4 Prozent). Dagegen erreichten in der Gewichtsklasse über 6 t die Neuzulassungen im November das Vorjahresniveau und fielen in den ersten elf Monaten dieses Jahres um 2 Prozent höher aus.

Die Nachfrage nach deutschen Transporten wies bis einschließlich November 2003 eine gespaltene Entwicklung auf: Einer Stagnation im Inland stand ein Rückgang der Auslandsorder um 6 Prozent gegenüber. Allerdings zeichnet sowohl aus dem In- als auch Ausland eine deutliche Belebung ab. Im Bereich der schweren und mittelschweren Nutzfahrzeuge verbuchten die deutschen Hersteller aus dem Inland einen Anstieg der Auftragseingänge um 4 Prozent, die Auslandsorder stiegen um 8 Prozent.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Westendstr. 61, 60325 Frankfurt Telefon: 069/975070, Telefax: 069/97507261

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