Positives Bild vom Alter in Gesellschaft verankern
(Berlin) - Die Volkssolidarität begrüßt, dass mit dem 5. Altenbericht der Bundesregierung die Potentiale älterer Menschen verstärkt in die gesellschaftliche Diskussion eingebracht werden. Der Bericht leistet einen wichtigen Beitrag für ein positives Bild vom Alter. Das erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am 5. Juli 2006 in Berlin anlässlich der Behandlung des 5. Altenberichts im Bundeskabinett.
Den Experten um Prof. Andreas Kruse gebührt der Verdienst, dem Wehklagen über die Kosten älterer Menschen für die Sozialsysteme, dem einseitigen Defizitdiskurs über Gebrechen des Alters und der Reduzierung älterer Menschen auf ihre Konsumentenrolle endlich eine positive Betrachtung Älterer und ihres Beitrags zur Gesellschaft entgegen zu setzen. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen der Politik, der Verantwortlichen in Wirtschaft, im Bildungsbereich und in Medien, um Schlussfolgerungen zu ziehen und die Kenntnisse und Fähigkeiten Älterer für die Gesellschaft besser zu erschließen. Für die Familienpolitik heißt das z. B., sich nicht nur auf das Verhältnis von Eltern und Kindern zu fokussieren, sondern die Älteren als festen Bestandteil im Generationenzusammenhang zu begreifen und ihren Beitrag für die Jüngeren anzuerkennen und zu fördern, äußerte der Verbandspräsident.
Winkler unterstrich zugleich die Aussagen des 5. Altenberichts, dass die von der Politik in den letzten Jahren gestellten Weichen zu sinkenden Alterseinkünften führen. Die dazu von der Expertenkommission gegebenen Empfehlungen zur Sicherung eines höheren Leistungsniveaus der gesetzlichen Rente und zur Ablehnung einer Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre dürfen nicht in den Wind geschlagen werden.
Der Verbandspräsident verwies zudem auf die unzureichenden Möglichkeiten der Mitbestimmung Älterer über die für sie wichtigen Fragen wie Rente, Gesundheit und Pflege. Winkler kritisierte, dass zwar der Anteil der Älteren an der Bevölkerung und den Wahlberechtigten ständig zunehme, sie aber in Parlamenten unterrepräsentiert seien, insbesondere auf Länder- und Bundesebene. Die Volkssolidarität setzt sich daher für eine Stärkung der Mitbestimmung älterer Menschen ein, die auch rechtlich in geeigneter Weise verankert werden muss, erklärte Winkler.
Quelle und Kontaktadresse:
Volkssolidarität Bundesverband e.V.
Tilo Gräser, PR-Referent
Alte Schönhauser Str. 16, 10119 Berlin
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