Pressemitteilung | Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) - Hauptstadtbüro
Anzeige

Preiskrieg der Discounter gefährdet Arbeitplätze und Lebensmittelstandards / Möllenberg: Die Zeche für den Preiskrieg wird später präsentiert

(Berlin) - Scharf kritisiert hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die nach eigenem Bekunden aggressive Preispolitik der EDEKA-Tochter Netto Marken-Discount für Molkereiprodukte und inzwischen auch Fleisch- und Wurstwaren sowie Obst und Gemüse. Möllenberg warnte vor den Folgen für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Beschäftigten in der Lebensmittelindustrie, im Handel sowie die Rohstofflieferanten in der Landwirtschaft.

Dies ist mittlerweile in diesem Jahr die siebente Preisoffensive des Lebensmitteleinzelhandels - allen voran der Discounter. Die Zeche für diesen Preiskrieg, in dem enorme Werte in der gesamten Lebensmittelkette vernichtet werden, wird später präsentiert. Zahlen werden sie alle müssen: angefangen von den Milchbauern, deren Existenz gefährdet ist, über die Lebensmittelindustrie, die der Nachfragemacht des Handels nachgeben muss und diesen Druck auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern austrägt, bis hin zu den Verbrauchern. Zu befürchten ist, dass in diesem Preiskrieg der hohe Qualitätsstandard von Lebensmitteln nicht mehr gehalten werden kann, warnt der NGG-Vorsitzende.

Anzeichen für Qualitätsminderung gebe es bereits, wie die Verwendung von Analogkäse, veränderte Rezepturen oder die Ausweitung der Sortimente durch länger haltbare Milch, die als Frischmilch verkauft wird, zeige. Im Verdrängungswettbewerb sei an die Stelle von Geiz ist geil die Parole Wir haben die billigen Preise getreten, ohne dass die bisherigen Preisrunden erwiesenermaßen zu einer Verschiebung der Marktanteile zu Gunsten der Discounter geführt hätten.

Der unbeschränkten Nachfragemacht des Lebensmitteleinzelhandels und den Folgen für die Wertschöpfungskette bis hin zur Vernichtung von Arbeitsplätzen muss Einhalt geboten werden, hat Möllenberg gefordert. Zu einer nachhaltigen Entwicklung gehört es, dass insbesondere das Soziale und Ökologische berücksichtigt wird. Es ist deshalb zu begrüßen, dass die zuständige Bundesministerin Ilse Aigner alle Beteiligten und ihre Verbände zu einem weiteren Runden Tisch noch in diesem Monat einlädt. Wichtig ist es aber auch, dass der Blick der Verbraucherinnen und Verbraucher geschärft wird, damit Schluss ist mit dem Verramschen von Lebensmitteln.

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Hauptstadtbüro Dr. Karin Vladimirov, Pressesprecherin Luisenstr. 38, 10117 Berlin Telefon: (030) 288849693, Telefax: (030) 288849699

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige