Privat Versicherte in Finanzierung einbeziehen
(Berlin) - Die Volkssolidarität fordert, die privat Krankenversicherten in die solidarische Finanzierung des Gesundheitswesens einzubeziehen. Das wäre ein richtiger Schritt, um die Kosten der gesundheitlichen Versorgung auch auf die Schultern der einkommensstarken Einkommensgruppen zu verteilen. Das erklärte der Bundesgeschäftsführer der Volkssolidarität, Dr. Bernd Niederland, am Montag (04. September 2006) in Berlin zu den Beratungen des Koalitionsausschusses zur Reform des Gesundheitswesens.
Niederland wandte sich dagegen, nur immer weiter bei den gesetzlich Versicherten abzukassieren. Es sei ein gesundheitspolitischer Anachronismus, dass zehn Prozent der Krankenversicherten - diejenigen in der PKV - auf Kosten von 90 Prozent - derjenigen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) - eine qualitativ bessere gesundheitliche Versorgung erhalten. Die unangefochtene Stellung der Privaten Krankenversicherung (PKV) als Vollversicherung ist inzwischen in der EU einzigartig. Sie ist das Krebsgeschwür des Gesundheitswesens und verhindert eine wirkliche Modernisierung des deutschen Gesundheitssystems. Mit ihr wird der Weg in die Zwei-Klassen-Medizin beschleunigt., sagte Niederland.
Der Bundesgeschäftsführer des größten ostdeutschen Sozial- und Wohlfahrtsverbandes widersprach der Behauptung, dass die PKV zur Finanzierung des Gesundheitswesens erforderlich sei. Die privaten Krankenkassen nutzten die Infrastruktur des durch die gesetzlich Versicherten finanzierten Gesundheitswesens. Dadurch können sie preiswerte Tarife anbieten und riesige Gewinne einfahren, ohne dass sie einen adäquaten Beitrag zur Finanzierung der gesamten gesundheitlichen Versorgung leisten, kritisierte Niederland.
Quelle und Kontaktadresse:
Volkssolidarität Bundesverband e.V.
Tilo Gräser, PR-Referent
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