Pressemitteilung | (bvse) Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.
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Private Altpapiersammler seit Jahrzehnten in Bayern aktiv

(Bonn) - Als „nicht zielführende Polemik" weist die bayerische Landesvorsitzende des bvse, Christiane Neuhaus die Angriffe des Vorsitzenden des bayerischen Städtetages gegen private Altpapiersammelunternehmen im Freistaat zurück.

Die private Entsorgungswirtschaft leiste in Bayern seit vielen Jahrzehnten kundenorientierte, innovative und qualitativ hochwertige Arbeit. Neuhaus: „Die privaten Entsorgungsunternehmen als Gemeinschaft von Rosinenpickern darzustellen ist vor diesem Hintergrund vollkommen indiskutabel!"

Christiane Neuhaus verlangt von den kommunalen Vertretern wieder zur Sachlichkeit zurückzufinden. Es sei nicht wahr, dass sich private Altpapierentsorgungsunternehmen erst seit kurzem mit dem Wertstoff Altpapier befassen würden. Das glatte Gegenteil sei der Fall: Nicht die Kommunen, sondern private Altpapierunternehmen seien die ersten gewesen, die Altpapier in Bayern gesammelt hätten. Neuhaus: „Wir sammeln Altpapier von privaten Haushalten, wir sammeln gemeinsam mit Vereinen, wir sammeln im Auftrag von Kommunen und wir sammeln bei gewerblichen Unternehmen- und das nicht erst seit gestern, sondern seit Jahrzehnten."

Die bayerische Landesvorsitzende wundert sich auch über die „offensichtlichen Wissenslücken", die den Äußerungen des Bayerischen Städtetages zugrunde liegen. Der Vorwurf, dass die Altpapierentsorger sich aus dem Markt zurückziehen, wenn die Preise nachgeben sei schon durch die Wirklichkeit widerlegt. Wer den Altpapiermarkt verfolge wisse, dass die Preise schon seit März enorm zurückgegangen seien. „Wir befinden uns wieder in etwa der gleichen Preisspanne, wie vor einem oder zwei Jahren", berichtet Neuhaus und betont, dass „unsere Unternehmen sich nicht aus dem Staub machen werden."

Geändert habe sich grundlegend, dass „wir eine gesicherte Nachfrage nach Altpapier auf einem hohen Niveau" feststellen können und dass alle Beteiligten deshalb große Anstrengungen unternehmen sollten, die Nachfrage der deutschen Altpapierindustrie nach dem wertvollen Sekundärrohstoff „Altpapier" zu befriedigen. Mit dem Einsatz von Altpapier könne die Papierindustrie enorme Mengen an Energie einsparen. „Das ist angesichts der hohen Energiepreise gut für den Standort Deutschland und das ist gut für die Umwelt und das Klima, weil so erheblich weniger CO2 verursacht wird. Von daher rufen wir die politisch Verantwortlichen in den Kommunen auf zu akzeptieren, dass wir nicht in einer Staatswirtschaft leben, sondern in einer demokratisch verfassten sozialen Marktwirtschaft im Freistaat Bayern", so Christiane Neuhaus. Die bayerische Landesvorsitzende verwies darauf, dass die meist mittelständischen Unternehmen in Bayern verwurzelt seien, Arbeitsplätze schaffen würden und nicht unerheblich Steuern zahlten.

„Wir gehören zum Freistaat und wir sind uns unserer Verantwortung bewusst.
Es wäre besser für alle Beteiligten gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Wir sind dazu gerne bereit", machte Neuhaus deutlich.

Quelle und Kontaktadresse:
bvse Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. Jörg Lacher, Leiter, Politik und Kommunikation Hohe Str. 73, 53119 Bonn Telefon: (0228) 988490, Telefax: (0228) 9884999

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