Pressemitteilung | DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
Anzeige

Reines Wasser für eine gesunde Welt

(Hennef) - In diesem Jahr steht der Tag des Wassers (22. März 2010) unter dem Motto "Reines Wasser für eine gesunde Welt". Dieses Motto erinnert daran, dass sauberes Wasser eine Grundvoraussetzung für die Gesundheit und Entwicklung der Menschen ist. Flüsse und andere Gewässer werden weltweit oft noch als natürliche Entwässerungskanäle benutzt, was eine Bedrohung der Gesundheit für Nutzer und Anwohner ist. Da Flüsse in vielen Gegenden zum Baden, Waschen sowie zur direkten Trinkwasserversorgung dienen, schließt sich hier ein verhängnisvoller und lebensbedrohlicher Kreislauf. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) unterstützt mit ihren 14 000 Mitgliedern die Ziele des Weltwassertags 2010 und engagiert sich schon seit vielen Jahren erfolgreich auf internationaler Ebene, 2010 beispielsweise auf der IFAT ENTSORGA vom 13. bis 17. September 2010 in München. Der Tag des Wassers geht auf eine Resolution der Vereinten Nationen vom 22. Dezember 1992 zurück. Der erste Weltwassertag stand 1994 unter dem Motto "Caring for our water resources is every­one's business”.

Wasser - Segen versus Gefahr

Das "Blaue Gold" ist für das Überleben des Menschen unverzichtbar, ein Mensch kann nur wenige Tage ohne Wasser überleben. Nach dem Bericht "Progress on Sanitation and Drinking Water - Update 2010", den das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 15. März 2010 vorgestellt haben, haben mittlerweile 5,9 Milliarden Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das Ziel aus dem Jahr 2000, die Anzahl von Menschen ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser bis 2015 zu halbieren, ist damit in greifbare Nähe gerückt. Doch so positiv diese Nachricht klingt, über 880 Millionen Menschen beziehen kein Trinkwasser aus dafür geeigneten Anlagen, und mit Blick auf die Abwassersituation stellt der Bericht fest, dass noch immer 39 Prozent der Menschen - also mehr als 2,6 Milliarden - ohne eine geordnete Abwasserentsorgung leben müssen. Positiv ist in diesem Zusammenhang lediglich zu bemerken, dass die Zahl derjenigen zurückgegangen ist, die ihre Bedürfnisse unter freiem Himmel verrichten müssen - und zwar von 25 auf 17 Prozent der Weltbevölkerung. Verschmutztes Trinkwasser und schlechte Wasserqualität sind immer noch eine Ursache für viele Krankheiten und Todesfälle. Zudem leiden viele Menschen an Durchfallerkrankungen sowie anderen wasserbezogenen Krankheiten. Die Studie geht davon aus, dass der Mangel an sauberem Wasser, fehlenden Sanitäranlagen und schlechter Hygiene jährlich etwa 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren das Leben kostet. Dass die Situation in Deutschland besser ist, ist wesentlich der flächendeckenden Abwasserreinigung zu verdanken. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch hier der Ausbruch von Seuchen (wie Typhus) befürchtet.

Keine Versorgung ohne Entsorgung

Die zentrale Herausforderung der Wasserver- und Abwasserentsorgung liegt in den geringen Versorgungsgraden der armen Haushalte. Die positive Entwicklung einer verbesserten Trinkwasserversorgung darf nach Ansicht der DWA jedoch nicht mit einer Vernachlässigung des Ausbaus von sanitären Anlagen einhergehen. DWA-Präsident Otto Schaaf: "Wasserver- und Abwasserentsorgung sind untrennbar mit einander verknüpft. Stärkt man die Trinkwasserversorgung, so können ganzheitlich gesehen nur Erfolge erzielt werden, wenn im gleichen Maße auch die sanitären Anlagen ausgebaut werden. Trink- und Nutzwasser sind potenzielles Abwasser." Derweil zeichnet sich ab, dass man das Milleniumsziel einer Halbierung der Anzahl von Menschen ohne geordnete Abwasserentsorgung um rund eine Milliarde Menschen verfehlen wird. Da eine Wasserversorgung zumeist dezentral erfolgt, kommt hier - neben der Notwendigkeit standortangepasster Technologien - den dezentralen Sanitärsystemen besondere Bedeutung zu.

Internationale Aktivitäten besitzen für die DWA einen hohen Stellenwert

Die DWA engagiert sich schon seit vielen Jahren erfolgreich im internationalen Bereich, 2003 verabschiedeten die DWA-Mitglieder mit einer Resolution ein deutliches Bekenntnis für ein internationales Engagement der Vereinigung. Die DWA ist beispielsweise seit mehreren Jahren im Bereich der neuartigen Sanitärsysteme aktiv, wo sich ein eigenes Fachgremium verstärkt mit angepassten Abwasserableitungs- und Behandlungssystemen beschäftigt. Ein umfangreicher Themenband fasst hier die aktuellen Erkenntnisse zusammen. Zudem betätigt sich die DWA auf dem Gebiet der Abwasserwiedergewinnung. Hierzu hat sie eine Veröffentlichung "Aufbereitungsstufen für die Wasserwiederverwendung" herausgegeben, neben deutsch unter anderem auch in englischer, französischer, arabischer, persischer und chinesischer Sprache.

International geprägte Verbandstätigkeiten sind weiterhin:

- die internationale Ausrichtung der Gremien-, Regelwerks- und Bildungsarbeit,
Unterstützung des Aufbaus und der Arbeit multinationaler Wasser- und Abwasserverbände (z. B. der ACWUA in der arabischen Region),

- die Durchführung von Informationsveranstaltungen über die Exportaussichten der deutschen Wasser- und Abfallwirtschaft,

- die Einführung von Nachwuchskräften in den internationalen Bereich,

- die Beteiligung an bedeutenden Umweltmessen (IFAT ENTSORGA und Wasser Berlin) und

- die Stärkung des Services für die mehr als 650 in rund 60 Ländern lebenden ausländischen DWA-Mitglieder.

Quelle und Kontaktadresse:
DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. Pressestelle Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Telefon: (02242) 8720, Telefax: (02242) 872135

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige