Pressemitteilung | Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)

Rohletter: "Nötig sind mehr Investitionen in alle Verkehrswege, aber vor allem in Straßen."

(Frankfurt am Main) - "Die individuelle und flexible Fortbewegung steht weiter ganz oben auf der Wunschliste der Bevölkerung. Das zeigt die jüngst veröffentlichte HUK-Coburg Mobilitätsstudie 2022. Mobilitätskonzepten, die einseitig auf Bus oder Bahn setzen, stehen die allermeisten skeptisch gegenüber. 67 Prozent der Befragten sehen das Auto als ideales Verkehrsmittel der Zukunft. Die Bahn nennen 16 Prozent und den Bus 10 Prozent. Klar ist, wir brauchen alle Verkehrsträger, aber eben bedarfsgerecht je nach Ort und Region. Das muss die Politik bei ihren Entscheidungen zu den Investitionen in die Verkehrswege berücksichtigen", erklärte Klaus Rohletter, Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

Rohletter: "Der Schwerpunkt der Investitionen sollte weiter im Straßenbau liegen. Kein anderes Verkehrsmittel bietet so viel Flexibilität und Freiheit wie das Auto. Das brauchen die Bürger, egal ob für private Verkehr oder für berufliche Zwecke. Dasselbe gilt auch für den Lkw im Gütertransport. An dieser Realität sollten sich die politischen Entscheider orientieren."

Es sei bedauerlich, dass Teile der Politik Autos und Lastwagen einseitig schlechtredeten und sie zurückdrängen wollten. Vielmehr sollte die Verkehrsinfrastruktur orts- und bedarfsgerecht ausgebaut werden, was von Radwegen über neue Schienenstrecken bis zu neuen Straßen reiche. "Da darf es keine Tabus geben", so Rohletter.

"Von den bisher entwickelten alternativen Mobilitätskonzepten ist laut Studie die große Mehrheit der Bevölkerung nicht überzeugt. Das ist auch eine klare Botschaft an die Politik", sagte Rohletter und forderte: "Um die Attraktivität des ÖPNV zu steigern, brauchen wir bessere Angebote, das heißt bessere Verbindungen, Ausbau der Infrastruktur, mehr Busse und Züge sowie eine bessere Taktung, auch in den Randzeiten."

Zur Reduzierung von CO2-Emissionen sollte die Politik endlich auch im Verkehr einen Mengendeckel etablieren - in Deutschland im Brennstoffemissionshandelsgesetz oder noch besser gleich auf EU-Ebene, wenn die EU-Kommission für ihren entsprechenden Vorschlag eine Mehrheit bekäme, sagte Rohletter.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Geschäftsführer Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Fax: (069) 95808-126

(mw)

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