Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
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RTL: Erfolgsbeteiligungen sind kein Tarifersatz

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband beobachtet mit Sorge die Entwicklungen beim Privatsender RTL. Am vergangenen Freitag (2. März 2007) hatte die Geschäftsführung des Senders die Tarifverhandlungen mit dem DJV für beendet erklärt. Am gestrigen Montag (5. März 2007) nun informierte Geschäftsführerin Anke Schäferkordt ihre Mitarbeiter über eine deutlich gesteigerte Erfolgsbeteiligung für das Jahr 2006. "Erfolgsbeteiligungen können Tarifverträge aber nicht ersetzen", kommentierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken die versprochene Zahlung in Höhe von insgesamt 9,6 Millionen Euro. Die unmittelbare zeitliche Abfolge sei auffällig. RTL scheine die Negativschlagzeile der abgebrochenen Tarifverhandlungen schnell mit einer solchen, auf den ersten Blick positiven Neuigkeit ausbügeln zu wollen. Konken: "Natürlich sind Erfolgsbeteiligungen für Mitarbeiter erfreulich und zu befürworten. In diesem Fall handelt es sich aber mehr um Schein als Sein." Eine Erfolgsbeteiligung könne nie mehr sein als eine Ergänzung der verlässlichen sozialen Grundlage tarifvertraglicher Regelungen. Dieser Tarifvertrag aber werde nun bei RTL einfach ausradiert.

Die Höhe der Erfolgsbeteiligung zeige darüber hinaus, dass es sich bei RTL um ein gesundes und erfolgreiches Unternehmen handle. Konken: "Dass die Verantwortlichen sich bei diesen Zahlen aus den Tarifverträgen zurückziehen, ist völlig unverständlich und verantwortungslos gegenüber den Beschäftigten, ohne die dieser Erfolg gar nicht möglich wäre."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13

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