Pressemitteilung | Volkssolidarität Bundesverband e.V.
Anzeige

Sofortmaßnahmen gegen Kinderarmut notwendig

(Berlin) - „Die Volkssolidarität unterstützt die Forderungen des Kinderschutzbundes und anderer Verbände nach Sofortmaßnahmen gegen die wachsende Kinderarmut.“ Das erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Mittwoch in Berlin.

Er betonte: „Es darf nicht länger hingenommen werden, dass mehr als 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche in diesem Land in Armut aufwachsen. Es ist besonders alarmierend, dass in zehn Städten und Regionen – davon allein neun in Ostdeutschland – mehr als 40 Prozent der unter 15-Jährigen in ALG II-Haushalten aufwachsen.“ Der Verbandspräsident verwies dabei auf eine Analyse des Bremer Institutes für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe. Die hohe Zahl von Kindern und Jugendlichen, die in Armut aufwachsen müssen, sei zum einen bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit.

Aber auch Niedriglöhne und „Mini-Jobs“ tragen dazu bei, stellte Winkler mit Blick auf die rund 440.000 Beschäftigten, die trotz Arbeit ergänzendes ALG II erhalten, klar.

Auch das beginnende Schuljahr zeige eine der erschreckenden Folgen. „Familien, die von ALG II leben müssen, können oftmals kaum die Erstaustattung für ihre nun schulpflichtigen Kinder bezahlen. Daher begrüßen wir die Aktivitäten von Gliederungen der Volkssolidarität, aber auch anderer Organisationen, betroffene Familien zu unterstützen und somit den kleinen ABC-Schützen möglichst gleiche Startchancen wie ihren Schulkameraden zu ermöglichen“, so Winkler.

Der Präsident der Volkssolidarität sagte weiter: „Unser Verband begrüßt Überlegungen der Bundesregierung, den Kreis der Empfänger des Kinderzuschlages zu erweitern und die Hartz-IV-Regelsätze zu überprüfen. Das reicht aber nicht aus angesichts der Zahlen und der Tatsache, dass der bisherige Regelsatz nicht den Bedarf der Betroffenen deckt. Der Kinderzuschlag muss allen Kindern in Familien mit geringen Einkommen zugute kommen. Der ALG II-Regelsatz muss dringend erhöht und an den spezifischen Bedarf von Kindern und Jugendlichen angepasst werden. Die Volkssolidarität erwartet entsprechende Schritte der Bundesregierung. Alle Kinder und Jugendlichen verdienen gleiche Chancen, die über ihr späteres Leben entscheiden.“

Quelle und Kontaktadresse:
Volkssolidarität Bundesverband e.V. Tilo Gräser, PR-Referent Alte Schönhauser Str. 16, 10119 Berlin Telefon: (030) 27897100, Telefax: (030) 27593959

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige