„Sonderboom“ bei schweren Lkw im April / Rückenwind für die IAA
(Frankfurt am Main) - s Nutzfahrzeuggeschäft hat im April sprunghaft zugenommen. Die Neuzulassungen von schweren Lkw über 6 t legten um 140 Prozent auf 21.600 Einheiten zu. In den ersten vier Monaten ist der Markt um 54 Prozent gewachsen. „Diese überaus erfreuliche Entwicklung zeigt die Dynamik, die von dieser Industrie ausgeht. Das Nutzfahrzeug erweist sich als echter Impulsgeber der Konjunktur. Neue Fahrzeugkonzepte, steigendes Transportvolumen und Erneuerungsbedarf der Flotten, aber auch die Einführung des digitalen Tachographen zum 1. Mai 2006 stecken hinter dieser Entwicklung. Da gibt es Vorzieheffekte, und deshalb sollte der starke April nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden. Wir gehen aber mit viel Rückenwind auf die IAA Nutzfahrzeuge, die im September in Hannover ihre Tore öffnet“, betonte Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Auch bei den Transportern geht es aufwärts. So haben die Neuzulassungen von Nfz bis 6 t im April um 10 Prozent zugelegt. Im bisherigen Jahresverlauf ist ein Plus von 15 Prozent zu verzeichnen.
Bereits seit Mitte letzten Jahres haben die Auftragseingänge für schwere Nfz über 6 t kräftig angezogen. Bis einschließlich April 2006 legten die inländischen Bestellungen für Nutzfahrzeuge über 6 t um 30 Prozent zu. Die Order aus dem Ausland kletterten um 19 Prozent. Im April erreichten die Bestellungen Vorjahresniveau. Auch die Ordereingänge für Nfz bis 6 t haben sich deutlich belebt. Bis April gingen bei den deutschen Transporterherstellern aus dem Inland 29 Prozent mehr Bestellungen ein als vor Jahresfrist; aus dem Ausland übertrafen sie das hohe Vorjahresniveau leicht (+1 Prozent). Zu dieser positiven Entwicklung hat auch das Auslaufen der Euro-3-Abgasnorm im Herbst dieses Jahres beigetragen.
Auch im Ausland erfreuen sich die deutschen Nutzfahrzeuge anhaltender Beliebtheit. Insgesamt steigerten die deutschen Hersteller ihre Ausfuhr von Nfz bis 6 t von Januar bis April um 3 Prozent. Im April blieben die Exportzahlen - bedingt durch die geringere Anzahl von Arbeitstagen - um 15 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Auch aufgrund des starken Inlandsgeschäfts schränkten die Hersteller von Nfz über 6 t kapazitätsbedingt ihre Ausfuhr ein. Im April exportierten sie 31 Prozent weniger schwere Nutzfahrzeuge. Das erste Tertial lag damit um 12 Prozent unter dem hohen Vorjahresergebnis. Dabei waren die Exporte in die OPEC–Staaten stark rückläufig, während in den neuen EU-Ländern mehr Fahrzeuge abgesetzt werden konnten.
Die dynamische Marktnachfrage hat dazu geführt, dass die deutschen Nutzfahrzeughersteller ihre Produktion seit gut einem halben Jahr deutlich ausgeweitet haben. Sie fertigen momentan – insbesondere im schweren Bereich – an der Kapazitätsgrenze. Ihr Auftragsbestand liegt mit 24.400 Nfz über 6 t weiter auf hohem Niveau. Im April blieb die Fertigung von schweren Nutzfahrzeugen um 19 Prozent hinter dem hohen Vorjahreswert zurück, in den ersten vier Monaten um 7 Prozent. Die Herstellung von Nfz bis 6 t unterschritt im April das entsprechende Vorjahresvolumen um 14 Prozent; in den ersten vier Monaten konnte sie jedoch um 7 Prozent gesteigert werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261
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