Spitzengespräch zwischen deutschem und tschechischem Binnenschifffahrtsgewerbe / Elbe muss als internationaler Schifffahrtsweg ausgebaut werden
(Duisburg) - Die Elbe birgt erhebliches Potenzial, um die Verkehrsträger Schiene und Fernstraße im Seehafenhinterlandverkehr weiter zu entlasten. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die beständig ansteigenden Gütermengen in Europa und die prognostizierten Wachstumsraten im Containerbereich im Seehafen Hamburg. Voraussetzung ist jedoch, dass sich die Elbe sowohl im deutschen als auch im tschechischen Staatsgebiet in einem Ausbauzustand befindet, der den betriebswirtschaftlich sinnvollen Einsatz von Binnenschiffen ermöglicht. Es bedarf gemeinsamer nationaler und internationaler Anstrengungen, um die Ausbauziele an der Elbe in den kommenden Jahren zu realisieren. Moderne flussbauliche Methoden ermöglichen heute einen effektiven Ausbau unter Berücksichtigung der ökologischen Belange und der Verantwortung gegenüber der Natur.
Dies ist das Ergebnis eines Spitzengespräches zwischen dem Präsidenten des tschechischen Binnenschifffahrtsverbandes AVP, Lubomir Fojtu, und Dr. Gunther Jaegers, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschiffahrt e.V. (BDB), das heute (08. Januar 2008) in Duisburg stattfand. Das deutsche Binnenschifffahrtsgewerbe unterstützt ausdrücklich die Forderung der tschechischen Kollegen, die Elbe zwischen Usti nad Labem und deutscher Staatsgrenze durch stauregulierende Maßnahmen und ökologischen Ausgleich zu ertüchtigen. Ziel muss sein, die Elbe als einen verlässlichen und damit planbaren Gütertransportweg zu etablieren., erklärte BDB-Präsident Dr. Gunther Jaegers. Unterschätzt werde die Elbe auch immer noch für die Fahrgastschifffahrt und damit in ihrer tourismuspolitischen Bedeutung.
Dr. Jaegers kündigte an, dass sich der BDB mit einem entsprechenden Schreiben an die tschechische Regierung wenden und auf die Bedeutung der Elbe als internationale Wasserstraße hinweisen wird. Unterstützung in dieser Angelegenheit wurde außerdem bereits seitens der EU-Kommission in Brüssel signalisiert.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt e.V. (BDB)
Pressestelle
Dammstr. 15-17, 47119 Duisburg
Telefon: (0203) 80006-50, Telefax: (0203) 80006-21
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