Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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Studienbeiträge in Hessen längst überfällig / VhU warnt vor sozialpolitischem Etikettenschwindel

(Frankfurt am Main) - "Die Einführung von Studiengebühren ist ein längst überfälliges Gebot der Bildungspolitik. Sie darf nicht aus falschen sozialpolitischen Erwägungen abgelehnt oder gar verhindert werden", appellierte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) an die hessischen Landtagsabgeordneten vor der Anhörung zum Thema am kommenden Montag (4. September 2006). Wer bescheidene finanzielle Eigenleistungen der Studenten als Grundübel verteufle und weiterhin eine alleinige staatliche Studienfinanzierung fordere, sehe aus sozialpolitischem Blickwinkel Studierende als Empfänger von Sozialleistungen und verkenne den Investitionscharakter eines Studiums für die eigene Karriere. Immerhin gehe es um Gesamtkosten von 40.000 bis 150.000 Euro pro Studienplatz plus Hilfen zum Lebensunterhalt (BaföG).

Niemand könne im Ernst den Anspruch erheben, die Gesellschaft müsse ihm ein Studium kostenlos und zeitlich unbefristet zur Verfügung stellen, wandte sich der VhU-Hauptgeschäftsführer gegen Stimmen in Politik und Hochschulen, die Studiengebühren pauschal mit dem sozialpolitischen Argument ablehnten. "Studenten sind keine Hartz IV-Empfänger, die in einer Notsituation Sozialleistungen für ihre Grundversorgung benötigten, sondern Menschen, die gezielt in die eigene Karriere mit hoher künftiger Rendite investieren." Fasbender forderte deshalb statt einer auf Sozialpolitik reduzierten eine konzentriert bildungspolitische Debatte mit einer ehrlichen Nutzenabwägung für die Gesellschaft. Hier zeigten alle internationalen Modelle und Vergleichsstudien, dass das Grundkonzept von Studienbeiträgen ein nachhaltiges Instrument sei, um die Qualität der Hochschulbildung zu verbessern.

Besonderes Lob zollte die VhU dem in Hessen geplanten Studienbeitragsmodell. "Wie in keinem anderen Bundesland wird ein einheitlicher Grundstudienbeitrag (500 Euro/Semester) mit dem Recht jeder Hochschule gekoppelt, in bestimmten Fällen - wie etwa einem Zweitstudium - auch höhere Beiträge (bis zu 1.500 Euro Semester) zu fordern", stellte Fasbender heraus. Ein solches Stufenmodell sei Grundlage für mehr Autonomie und spezifischer Profilbildung der einzelnen Hochschule. "Eigenbeiträge erzeugen Wettbewerb und Wettbewerb führt zu mehr Qualität", sagte Fasbender abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Heike Krasemann, Referentin, Pressestelle Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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