Tabaksteuer-Einnahmen als Startkapital für Prävention verwenden
(Berlin) - Die Pläne der Bundesregierung und zahlreicher Bundesländer zum verstärkten Schutz von Nichtrauchern werden von der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände begrüßt. Ein stärkeres Engagement des Gesetzgebers war in diesem Sektor überfällig, sagte ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf. Allerdings seien die Regelungen lediglich die halbe Miete, nur ein erstes Stück auf einem langen Weg. Eine größere Rolle müsse in Zukunft die konsequente Förderung des Präventionsgedankens einnehmen.
Jenseits der aktuellen Gesetzgebung müsse der Staat eine flächendeckende Kampagne anstoßen und diese auch finanziell ausstatten. Dazu könnte ein Teil der Einnahmen aus der Tabaksteuer verwendet werden. Im Jahr 2005 profitierte der Fiskus von der Nikotinsucht durch Steuereinnahmen in Höhe von rund 14,8 Milliarden Euro. Wolf: Zehn Prozent aus diesem Topf, also rund 1,5 Milliarden Euro, wären weit mehr als nur ein Signal. Das wäre eine Investition in Gesundheit und Prävention. Gehe die Regierung mit einer solchen Maßnahme voran, werde es ihrer Drogenbeauftragten Sabine Bätzing leichter fallen, Krankenkassen, Verbraucherschützer, Patientenorganisationen und andere Gesundheitsdienstleister mit ins Boot zu holen.
Viele der 21.500 deutschen Apotheken beteiligen sich zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai und im Jahresverlauf 2007 an zahlreichen regionalen und nationalen Aktionen. Wolf forderte die Bundesregierung auf, konsequent ihre Linie fortsetzen. Es geht darum, möglichst viele Menschen vom Rauchen abzubringen und Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche gar nicht erst anfangen. Dieser Einsatz von Steuermitteln werde sich für die Betroffenen und die ganze Gesellschaft lohnen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)
Annette Rogalla, Pressesprecherin
Jägerstr. 49-50, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40004-0, Telefax: (030) 40004-598
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