Pressemitteilung | Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH)
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Tag des Ausbildungsplatzes / Expertenrat zur Lehrstellensuche

(Berlin) - Zum Tag des Ausbildungsplatzes am 29. Mai 2007: Auf der Suche nach einer Lehrstelle im Handwerk? Nutzen Sie die Tipps von Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) und Inhaber eines Dachdeckerbetriebs.

Experten-Tipp Nummer 1: Der Schulabgänger muss persönlich aktiv werden.

"Eigeninitiative überzeugt! Handwerksmeister gucken nicht allein auf die Noten", sagt der erfahrene Unternehmer und Ausbilder Otto Kentzler. Das persönliche Gespräch ermöglicht, was ein Anschreiben nur eingeschränkt kann: die Freude des Schulabgängers am angestrebten Beruf vermitteln. "Man sollte nicht einfach sagen: "Mein Vater hat mich geschickt", rät Kentzler, der jährlich zwei Lehrlinge in seinem Betrieb einstellt.

Ein überzeugendes Vorstellungsgespräch beim Meister im Wunschbetrieb kann die Chancen auf eine Lehrstelle erhöhen. Das gilt besonders dann, wenn der Bewerber kein makelloses Zeugnis hat oder sich mit einem Hauptschulabschluss gegen die Konkurrenz vom Gymnasium durchsetzen muss.

Experten-Tipp Nummer 2: Schüler sollen bereits frühzeitig während der Schulzeit ein Praktikum absolvieren - ruhig auch in den Ferien.

"Wer seine Fähigkeiten schon mal im Praktikum bewiesen hat, der bekommt in der Regel auch eine Lehrstelle", so der ZDH-Präsident. Der Meister kann sich ein Bild davon machen, ob Bewerber in den Betrieb passen. Praktische Erfahrung bietet auch dem Jugendlichen einen unschlagbaren Vorteil: Bei einem Betriebspraktikum merkt man sehr schnell, wo Begabungen und Interessen liegen - und wo nicht. Vielleicht ist der "Traumberuf" ja ein Alptraum - ein Wechsel dann aber ohne Folgen möglich.

Experten-Tipp Nummer 3: Ein Vorstellungsgespräch verdient eine Vorbereitung wie eine Prüfung.

Nur mit guter Vorbereitung bestehen Sie Ihr Vorstellungsgespräch. Das hört sich für viele selbstverständlich an - ist es aber ganz und gar nicht, wie Handwerksmeister berichten. Also: Angemessen kleiden - und Sie hinterlassen einen guten Eindruck. Wer die Lehrstelle lieber nicht will, sollte beim Gespräch die Baseballkappe nicht absetzen und Kaugummi kauen. "Overdressed" sollte aber auch niemand erscheinen: Einem Bewerber im Anzug traut man nicht unbedingt zu, dass er bei der Arbeit in der Werkstatt ordentlich zupacken kann.

Ganz wichtig: Vor dem Vorstellungsgespräch über den Betrieb informieren. "Weiß auch nicht" signalisiert nur: Da besteht kein echtes Interesse am Unternehmen. Schon der Blick auf den Lieferwagen des Unternehmens kann helfen - wenn dort "Möbeltischlerei" oder "Bautischlerei" steht. Viele Handwerksunternehmen haben einen Internetauftritt, der über die Tätigkeitsfelder des Betriebes informiert.

Experten-Tipp Nummer 4: Hartnäckig bleiben!

Bringt die erste Vorstellung beim Handwerker nicht den erhofften Erfolg, ist das kein Grund zum Aufgeben. Eine Möglichkeit ist der wiederholte Besuch beim Meister, um ihn davon zu überzeugen, dass man nur in seinem Betrieb lernen will. "Man sollte aber auch bereit sein, auf mehrere Betriebe zuzugehen und seinen Aktionsradius zu erweitern", empfiehlt Otto Kentzler.

Die Lehrstelle im Wunschberuf findet man nicht immer in unmittelbarer Nähe zum Wohnort. Dann ist es sinnvoll, sich nicht auf einen einzigen Ausbildungsberuf zu konzentrieren, sondern es auch bei artverwandten Berufen zu versuchen. Ein Beispiel: Wer gerne mit Holz arbeiten möchte, kann sich bei Zimmerern, bei Tischlern oder bei Drechslern vorstellen. Oder man sucht in den Lehrstellenbörsen der Nachbarkammern nach einem Ausbildungsangebot.

Das Handwerk bietet mehr als 120 zukunftsfähige Ausbildungsberufe und engagierte junge Menschen sind immer gefragt!

Einen Überblick über die Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk, weitere Tipps zur Berufswahl und Links zu den Ausbildungsplatzbörsen der Handwerkskammern gibt es im Internet unter www.teamhandwerk.de.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH) Alexander Legowski, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Mohrenstr. 20/21, 10117 Berlin Telefon: (030) 20619-0, Telefax: (030) 20619-460

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