Tarifrunde Nord: DJV fordert Übernahme des Flächentarifs
(Berlin) - Mit der Forderung, den Tarifabschluss für die Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen vom April 2014 zu übernehmen, geht der Deutsche Journalisten-Verband am morgigen Dienstag in die zweite Tarifrunde mit dem Verband der Zeitungsverleger Norddeutschlands (VZN) in Hamburg. In der ersten Gesprächsrunde am 29. Juli hatten die Verleger aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg- Vorpommern niedrigere Gehaltssteigerungen und Einschnitte bei den Sonderzahlungen gefordert. Die Erhöhungen der Redakteursgehälter sollten die Tarifabschlüsse der Verlagsangestellten von insgesamt 3,8 Prozent nicht übersteigen. Die Jahreseinkommen der Neueinsteiger sollten nur noch bei 13 Monatsgehältern liegen. "Das ist für uns nicht verhandelbar", sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. Darüber hinaus bedeute ein Sondertarif Nord eine Schwächung der Sozialpartnerschaft auf Verlegerseite.
Begleitet wird die zweite Verhandlungsrunde von Warnstreiks der Journalisten in Norddeutschland. Bereits am Freitag traten etwa 40 Redakteure und Volontäre der Kieler Nachrichten erstmals in den Warnstreik. Am heutigen Montag kommen streikende Kollegen mehrerer Zeitungstitel in Kiel zusammen, um gegen die Tarifvorstellungen der Verleger zu protestieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV), Bundesgeschäftsstelle
Hendrik Zörner, Pressesprecher
Charlottenstr. 17, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
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