Tarifverhandlung Tageszeitungen geht in die fünfte Runde
(Berlin) - Die Tarifverhandlungen für die rund 14.000 deutschen Tageszeitungsredakteurinnen und -redakteure gehen in die fünfte Runde. Am morgigen Donnerstag, den 17. August kommen die Gewerkschaften DJV und ver.di mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Hamburg zusammen, um über ein Jahr nach seinem Auslaufen einen neuen Gehaltstarifvertrag abzuschließen. Der Abschluss ist im Interesse der betroffenen Kolleginnen und Kollegen mehr als überfällig, erklärte DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff. Ich hoffe, dass wir uns morgen auf einen neuen Tarifvertrag einigen können.
Grundlage der fünften Runde ist das letzte Verhandlungsergebnis der Tarifparteien vom 11. Juli, das folgende Eckpunkte für einen neuen Gehaltstarifvertrag vorsah:
- Der neue Gehaltstarifvertrag soll bis 31. Juli 2008 gelten.
- Die Berufsjahrstaffel verändert sich wie folgt:
1. bis 3. Berufsjahr: 2.801 Euro
4. bis 6. Berufsjahr: 3.250 Euro
7. bis 10. Berufsjahr: 3.750 Euro
ab 10. Berufsjahr: 4.126 Euro
Gegenüber der Berufsjahrstaffel des alten Gehaltstarifvertrags würden die Veränderungen ein Minus von knapp fünf Prozent in einer 30-jährigen Redakteurslaufbahn bedeuten.
- Für den Zeitraum vom 1. August 2005 bis 31. Juli 2006 sollen einmalig 350 Euro gezahlt werden. Über die Höhe der linearen Gehaltssteigerungen zum 1. August 2006 und zum 1. August 2007 muss noch verhandelt werden.
- Der zum 31. Dezember 2006 gekündigte Manteltarifvertrag soll unverändert bis Ende 2008 fortbestehen.
- Auch die Altersversorgung der Redakteure bleibt in der bestehenden Form bis Ende 2008 erhalten.
Neben den linearen Gehaltserhöhungen steht in der fünften Tarifrunde vor allem der Bestandsschutz der alten Berufsjahrstaffel auf der Tagesordnung. Beim Bestandsschutz ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Wir brauchen eine verantwortungsbewusste Regelung, die die Lebensplanung der Redakteure berücksichtigt, sagte Engeroff.
Für die freien Mitarbeiter der Tageszeitungen forderte Engeroff eine angemessene Weiterentwicklung des 12a-Tarifvertrags. Er forderte die Verleger auf, nach dem Abschluss des Gehaltstarifvertrags in eigenständige Verhandlungen für die freien Mitarbeiter einzutreten.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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