TV-Übertragungen: Arbeitgeber müssen stärkere Signale senden
(Berlin) - Vor Beginn der vierten Verhandlungsrunde mit dem Mediendienstleister MEDIA BROADCAST fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) deutlich stärkere Signale für eine Einigung: "Die Beschäftigten leisten eine hochqualifizierte Arbeit von internationaler Bedeutung. Wenn der Arbeitgeber das nicht anerkennen will, kann der Bildschirm auch mal dunkel bleiben", sagte ver.di-Arbeitskampfleiter Ado Wilhelm. Die Verhandlungen über höhere Gehälter werden am Montag, den 31. Mai 2010, in Bad Honnef fortgesetzt.
Bislang hatte MEDIA BROADCAST lediglich eine Einmalzahlung angeboten.
Dies reicht nach Ansicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht aus. Vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten, der guten Ertragssituation des Unternehmens und der hohen Qualifikation der Beschäftigten sei eine tabellenwirksame Gehaltsanhebung unverzichtbar, betonte Wilhelm. Das würden die Betroffenen am kommenden Montag erneut mit einem Warnstreik unterstreichen. ver.di ruft dazu rund 300 Spezialisten von MEDIA BROADCAST auf. Bereits zur dritten Verhandlungsrunde war es zu Arbeitsniederlegungen gekommen.
Bei der ehemaligen Telekom-Tochter MEDIA BROADCAST arbeiten überwiegend Techniker. ver.di fordert für die rund 1.000 Beschäftigten des zur französischen TDF-Gruppe gehörenden Unternehmens eine Anhebung der Löhne und Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. MEDIA BROADCAST betreibt unter anderem analoge und digitale Rundfunk- und TV-Sender, Satellitenstationen sowie internationale Übertragungsnetze und führt Live-Übertragungen durch.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand
Pressestelle
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 6956-0, Telefax: (030) 6956-3001
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