VDA: CO2-basierte Kfz-Steuer muss endlich auf den Weg gebracht werden
(Frankfurt am Main) - Die deutsche Automobilindustrie begrüßt die Umstellung der Kfz-Steuer von Hubraum auf CO2, sagte Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Wir brauchen zusätzliche Anreize für die Kunden, die Kaufentscheidung stärker am CO2-Kriterium auszurichten. Die über 46 Mio. Pkw auf Deutschlands Straßen verbrauchten im Durchschnitt gut einen Liter mehr Kraftstoff als die heutigen Neuwagen, ältere Fahrzeuge sogar 2 Liter. Jeder Anreiz zur Bestandserneuerung ist gut für den Umweltschutz. Allerdings muss diese Steuer aufkommensneutral sein, denn Autofahren muss für die Bürger bezahlbar bleiben. Im Grundsatz sollte gelten: Wer mehr emittiert, sollte mehr zahlen, wer weniger emittiert, sollte weniger oder gar nichts zahlen, so Prof. Gottschalk.
In die neue Kfz-Steuer könne durchaus auch zusätzlich zu CO2 eine ebenfalls einfach ausgestaltete Schadstoffkomponente einbezogen werden. Die Steuer müsse aber leicht verständlich für den Verbraucher sein, forderte der VDA-Präsident. Und sie müsse wettbewerbsneutral sein und kein Instrument der selektiven Intervention in den Markt. Für die Umwelt zähle schließlich jeder eingesparte Liter Kraftstoff und jedes eingesparte Gramm CO2 gleich viel, egal ob es aus einem Mittelklasse-Pkw oder einem Cabrio, aus einem Diesel oder einem Benziner komme, betonte der VDA-Präsident. Jeder Verbraucher sollte in die Lage versetzt werden, anhand der Informationen über den CO2-Ausstoß eines Fahrzeuges beim Autohändler einfach ausrechnen zu können, wie viel Steuern er zu bezahlen habe. Das gelte auch für die Käufer von Firmenfahrzeugen, seien es Einzelunternehmen oder Flottenmanager, die eine klare Kalkulationsbasis brauchen.
Die Automobilindustrie erwartet jetzt, dass die Politik ein konkretes Modell vorschlägt und Bund und Länder in konstruktive Gespräche eintreten.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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