VDA-Gemeinschaftsstand auf der 40. Tokyo Motor Show / Wissmann: Clean Diesel wird in Japan salonfähig
(Frankfurt am Main/Tokio) - Die Clean-Diesel-Offensive der deutschen Hersteller ist auch in Japan in vollem Gange. Seit einem Jahr steigt der Absatz von Diesel-Pkw steil an, vorangetrieben von deutschen Marken. Alles deutet darauf hin, dass der Clean Diesel nun in Japan salonfähig wird, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf der inter-nationalen VDA-Pressekonferenz auf der 40. Tokyo Motor Show.
Das vergangene Jahr könne durchaus als der take-off für den Clean Diesel in Japan angesehen werden, so Wissmann. Lag der Absatz von Diesel-Pkw in Japan in den Jahren zuvor noch im homöopathischen Bereich, so explodierte der Export von Clean Diesel aus deutscher Fertigung im Jahr 2006 auf rund 1.500 Einheiten. Noch sei die Basis recht gering, doch die Zuwachsraten auch im laufenden Jahr seien durchaus eindrucksvoll. Wissmann: Wir sind damit eindeutig Vorreiter auf dem japanischen Markt. Mehrere japanische Marken hätten bereits angekündigt, ebenfalls mit Diesel-Pkw in Kürze antreten zu wollen.
Der Clean Diesel habe in Japan hervorragende Wachstumschancen, unterstrich der VDA-Präsident. Laut einer Prognose von J. D. Power werde sich der Marktanteil des Clean Diesel von derzeit noch 0,2 Prozent bis zum Jahr 2015 auf 12 Prozent erhöhen. Wissmann: Der Clean Diesel startet also in Japan verglichen mit Europa etwas spät, doch dafür mit umso mehr Elan. Dieselkraftstoff sei mittlerweile in hervorragender Qualität und flächendeckend in Japan verfügbar und zudem günstiger als Ottokraftstoff.
Wissmann: Wir freuen uns über diese Entwicklung, denn wir haben in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, um die Vorzüge des sauberen, sparsamen und leistungsstarken Selbstzünders gerade auch hier auf dem japanischen Markt bekannt zu machen. Der Clean Diesel sei um 25 Prozent kraftstoffeffizienter als ein vergleichbarer Benziner. Damit leiste er einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und schone gleichzeitig den Geldbeutel des Autofahrers.
Die Frage der Steigerung der Kraftstoffeffizienz und damit der CO2-Reduzierung stehe auch auf dieser Tokyo Motor Show im Mittelpunkt des Interesses. Wissmann: Wir knüpfen also vier Wochen nach der erfolgreichen IAA PKW in Frankfurt nahtlos an das Thema der `nachhaltigen Mobilität´ an. Vieles, was bereits in Frankfurt zu sehen war, werde nun den japanischen Kunden vorgestellt. Die Palette an neuen Lösungen reiche vom Clean Diesel über den direkt einspritzenden Benziner bis zum Hybrid- und Wasserstoffantrieb. Auch die alternativen Kraftstoffe vor allem die CO2-freundlichen Biokraftstoffe spielten eine zunehmende Rolle.
Der VDA-Präsident unterstrich, dass die deutschen Hersteller ihre Marktposition im Premiumbereich gerade auch auf dem anspruchsvollen japanischen Markt weiter ausbauen würden. Während der Marktanteil der deutschen Marken in Japan im bisherigen Jahresverlauf bei 4 Prozent liegt, ist er im Oberklasse-Segment zehnmal so groß. Nimmt man die Obere Mittelklasse noch hinzu, dann ist fast jedes zweite in Japan neu zugelassene Premiumfahrzeug ein Audi, BMW oder Mercedes.
Die Neuheiten der deutschen Marken auf der Tokyo Motor Show zeigen, dass Premium und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern sich durchaus ergänzen. Dazu gehören das Efficient Dynamics Programm von BMW u. a. mit dem X6 Active Hybrid, dem 1er Coupé und dem Hydrogen 7, das Mercedes Forschungsfahrzeug F700 mit Diesotto-Motor sowie die C-Klasse und S-Klasse als Bluetec Hybrid. Der Audi A4 und der überarbeitete A8 feiern hier ihre Asien-Premiere, und VW entwickelt das bereits in Frankfurt erstmals vorgestellte up!-Konzept konsequent weiter.
Wissmann: Mit all diesen Ansätzen wird die richtige Antwort auf weiter steigende Ölpreise gegeben. Wir sehen neue Wege zu einer nachhaltigen Mobilität, zu einer Steigerung der Kraftstoffeffizienz, ohne dass der Kunde auf Fahrspaß verzichten muss. Dies entspricht voll und ganz unserer integrierten Nachhaltigkeitsstrategie, die eben nicht nur auf ein Pferd setzt, sondern einen ganzen Fächer an Lösungen bereit hält.
Die deutschen Marken konnten ihren Export nach Japan im August um 38 Prozent steigern, im bisherigen Jahresverlauf lag ihre Ausfuhr mit rund 60.000 Einheiten stabil bei einem insgesamt rückläufigen japanischen Pkw-Markt. Die automobile Handelsbilanz mit Japan ist nahezu ausgeglichen, obwohl die Einfuhr von Pkw aus Japan nach Deutschland mehr als doppelt so hoch ist wie die Ausfuhr nach Japan. Der Grund dafür ist, dass die Autos aus deutscher Fertigung deutlich werthaltiger sind: Ein aus Japan nach Deutschland importierter japanischer Pkw hat einen Durchschnittswert von 14.200 Euro, ein aus Deutschland nach Japan exportierter deutscher Pkw hat einen Durchschnittswert von 29.600 Euro. Wissmann: Auch das unterstreicht, wie richtig und wichtig unsere Premiumstrategie ist gerade auf dem anspruchsvollen japanischen Markt.
Neben den deutschen Pkw-Herstellern präsentieren sich in diesem Jahr 21 deutsche Automobilzulieferer auf der Tokyo Motor Show, darunter 13 auf dem VDA-Gemeinschaftsstand. Unter ihnen sind die sieben größten deutschen Zulieferer, aber auch leistungsfähige mittelständische Unternehmen. Die Aussteller repräsentieren einen beeindruckenden Querschnitt unserer technologischen Kompetenz. Die Exponate reichen dabei von der Entwicklung des Gesamtfahrzeugs über die Fahrwerks-, Getriebe- und Motorentechnologie, über Tür-, Innenraum- sowie Dachsysteme und Klimatisierung bis hin zu Katalysatoren und Partikelfiltern. Wissmann: Unsere Firmen zeigen hier in Tokio Spitzentechnologie für den Weltmarkt.
Das Engagement der deutschen Zulieferunternehmen in Japan hat sich in den letzten Jahren weiter verstärkt. Die deutschen Unternehmen haben inzwischen in Japan über 100 Vertretungen, Joint-Venture-Partner oder eigene Fertigungsstätten. Wissmann: Es zeichnet gerade unsere Zulieferer in Japan aus, dass sie hier vor Ort für ihre japanischen Kunden produzieren und mit ihrer ausgewiesenen Innovations- und Technologieführerschaft für ihre japanischen Partner immer wichtiger werden.
Die deutschen Zulieferer erwirtschaften in Japan einen Jahresumsatz von mehr als 5 Mrd. Euro und beschäftigen dort etwa 15.000 Mitarbeiter.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261
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