VDA: Großversuch mit innovativen Nutzfahrzeugen bringt gesicherte Erkenntnisse / EuroCombis als sicherer und effizienter Lösungsvorschlag für das steigende Güterverkehrsaufkommen
(Frankfurt am Main) - Die Herausforderung der Zukunft ist klar: In den kommenden Jahren wird das Güterverkehrsaufkommen laut Prognosen um bis zu 60 Prozent wachsen. Für die Bewältigung dieses Wachstums brauchen wir eine schnelle, wirtschaftlich und ökologisch verträgliche Lösung bei allen Verkehrsträgern. Der EuroCombi trägt dazu bei, den Transportzuwachs auf der Straße sicher, effizient und umweltschonend zu meistern, so Dr. Thomas Schlick, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).
EuroCombis sind effizient
Vor rund einem Jahr wurden unter dem Motto Mehr Güter mit weniger Verkehr auf der IAA Nutzfahrzeuge die ersten EuroCombis als Initiative der im VDA vertretenen Lkw- und Anhänger-/ Aufbautenhersteller vorgestellt. Die seit dieser Zeit laufenden Pilotversuche haben rundum positive Resultate eingefahren: Anstatt drei Fahrzeugen könnten künftig zwei Lkw das gleiche Ladevolumen befördern bei gleichem Fahrverhalten und verringerten Kraftstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent und dementsprechend geringeren Schadstoffemissionen je transportierter Tonne. Eine im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums durchgeführte Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) bestätigt, dass sich der durchschnittliche tägliche Schwerverkehr auf Bundesautobahnen in einer Größenordnung von etwa 13 Prozent verringern könnte. Dies bedeutet zugleich weniger Stau auf Autobahnen und Landstraßen; Innenstädte soll der EuroCombi dagegen ohnehin nicht befahren.
EuroCombis sind sicher
Aufgrund der zusätzlichen Achsen und des dadurch verringerten Bremswegs gibt es kein erhöhtes Gefährdungspotenzial im Straßenverkehr oder bei der Fahrbahnbelastung. Im Gegenteil: Durch die Verteilung des Gewichts auf mehrere Achsen werden die Straßen sogar mehr geschont als bei den bisherigen Fahrzeugen, was durch die BASt-Studie zweifellos bestätigt wird. Nach den Vorschlägen des VDA sollten die EuroCombi-Varianten zudem über den aktuell verfügbaren Stand aktiver und passiver Sicherheitselemente verfügen und damit bindend mit modernsten Fahrerassistenzsystemen ausgerüstet sein. Auch das Fahrpersonal sollte hoch qualifiziert sein. Dies zusammengenommen, so der VDA-Geschäftsführer, führt dazu, dass die Einführung des EuroCombi eine messbare Erhöhung der Verkehrssicherheit zur Folge haben wird. Auch das hat die Untersuchung der BASt eindrucksvoll bestätigt.
EuroCombis Brücke für den Kombinierten Verkehr
Das Argument, Waren würden der Bahn entzogen und auf die Straße verlagert, ist für den VDA bei näherer Betrachtung nicht haltbar: Transporteure und verladende Wirtschaft setzen sowohl auf Schiene als auch auf Straße. Zur Bewältigung des steigenden Güterverkehrsaufkommens sind logistische Konzepte erforderlich, die sämtliche Verkehrsträger einbeziehen. Volumenoptimierte Transportkonzepte auf der Straße wie der EuroCombi sind ein wichtiger Baustein zur Lösung der Gesamtproblematik, zumal Schiene und Binnenschiff das prognostizierte Aufkommen kurz- bis mittelfristig alleine nicht auffangen können.
Der EuroCombi zielt mit seiner Volumenorientierung und seiner um bis zu 60 Prozent höheren Laderaumkapazität in erster Linie auf eine Effizienzsteigerung beim Transport leichter, hochwertiger Güter ab, die für die Schiene nicht im Fokus stehen. Um dennoch die Vorteile aller Verkehrsträger und deren intelligente Vernetzung bestmöglich auszunutzen, ist ein vernünftiges Miteinander der Verkehrssysteme unabdingbar; denn der Kombinierte Verkehr fußt auf einer Prozesskette, in der die Schiene ebenso integriert ist wie die Straße. Werden EuroCombis, die für Verkehre zwischen Logistikzentren geradezu prädestiniert sind, im Vor- und Nachlauf zu den Terminals der Bahn eingesetzt, können sie die Rentabilität des Kombinierten Verkehrs nachhaltig verbessern.
Es hilft niemandem weiter, wenn man mit Schreckensszenarien Angst vor diesen innovativen Nutzfahrzeugkonzepten schürt. Wir wollen gemeinsam mit den anderen Verkehrsträgern nach Lösungskonzepten für die Zukunft suchen. Deshalb orientiert sich der EuroCombi an den heute zulässigen und im Verkehr befindlichen Längen der Einzelfahrzeuge. Er ist damit auch für den Kombinierten Verkehr einsetzbar und lässt sich problemlos auf die Bahn verladen. Jede Effizienzsteigerung im Straßengüterverkehr mit dem EuroCombi hat damit auch eine Preissenkung des Kombinierten Verkehrs zur Folge, so Dr. Schlick.
Gemeinsam im bundesweiten Großversuch Erfahrung sammeln
Die Erfahrungen mit den EuroCombis in Deutschland sind hinsichtlich der Möglichkeit, Verkehr einzusparen, hinsichtlich der Ökologie und Verkehrssicherheit, aber auch der Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität absolut positiv, unterstreicht der VDA-Geschäftsführer. Der nächste Schritt müsse daher die Durchführung eines bundesweiten Feldversuchs sein, der durch ein wissenschaftliches Monitoring-Programm begleitet wird. Nur so lassen sich die bisherigen Pilot- und Untersuchungsergebnisse zusammenführen und vertiefte praktische Erfahrungen sammeln. Ein bundesweiter Großversuch würde die dafür erforderlichen Daten und Sachlichkeit bringen. Statt vorschnellen und falschen Urteilen müssen Fakten her.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261
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