VDA: Indien bietet große Chancen für deutsche Automobilhersteller und Zulieferer
(Frankfurt/New Delhi) - Indien wird für die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer als Produktionsstandort und Markt immer wichtiger. So haben sich die Pkw-Exporte deutscher Pkw-Marken nach Indien im Jahr 2007 verdoppelt. Unsere Zulieferer konnten ihre Ausfuhr nach Indien allein in den ersten neun Monaten 2007 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres mit 154 Mio. Euro um mehr als die Hälfte steigern. Für das Gesamtjahr 2007 erwarten wir ein Exportvolumen unserer Zulieferer von über 200 Mio. Euro, betonte Achim Rauber, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf der Auto Expo2008 in New Delhi/Indien. Auf dieser Automobilmesse präsentieren, neben den zahlreichen Einzelausstellern von Fahrzeugen und Teilen aus Deutschland, 30 Zulieferer darunter Eberspächer, Pierburg, die Schaeffler Gruppe und ZF auf dem deutschen Gemeinschaftsstand, der vom VDA initiiert und vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird, ihre Innovationskraft.
Rauber unterstrich, dass auch die Investitionen der deutschen Automobilindustrie in Indien in den letzten Jahren stark angestiegen seien: So hat sich die Zahl der Fertigungsbetriebe deutscher Unternehmen in den letzten zehn Jahren von 34 auf über 60 erhöht. Allein zehn große deutsche Zulieferer beschäftigen in Indien über 25.000 Mitarbeiter, der Umsatz liegt bei 1,2 Mrd. Euro. Bislang haben diese Unternehmen in Indien bereits 380 Mio. Euro investiert; in den nächsten Jahren sind weitere 250 Mio. Euro eingeplant.
Hinzu kommen die Investitionen der Hersteller, die ihre Produktion vor Ort deutlich ausweiten wollen, so der VDA-Geschäftsführer. Er verwies auf die Kooperation von MAN mit Force Motors, den Start von BMW in Chennai, die Entscheidung von Volkswagen und Audi für den Beginn der Produktion in Indien, die Ankündigung von Daimler, in das indische Nutzfahrzeug- und Busgeschäft einzusteigen. Diese Investitionen bieten zusätzliche Chancen auch für die Zulieferindustrie, sowohl für deutsche als auch für indische Unternehmen, sagte Rauber.
Auch der Handel von Indien nach Deutschland habe deutlich zugenommen. Rauber: Die neuen Kooperationen indischer Hersteller mit europäischen Partnern bedeuten auch in umgekehrter Richtung einen qualitativen Schritt nach vorn für die indische Industrie. So wurden allein in den ersten drei Quartalen des Jahres 2007 von Indien nach Deutschland Pkw im Wert von 25 Millionen Euro exportiert. Die Zulieferindustrie in Indien konnte ihre Ausfuhren nach Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 um über 20 Prozent auf mehr als 140 Mio. Euro steigern. Rauber unterstrich: Deutsche Unternehmen wollen auch in Zukunft verstärkt in Indien einkaufen, das zeigen unsere Umfragen unter VDA-Mitgliedsunternehmen. Der VDA sieht den Gemeinschaftsstand daher auch als Kontaktbörse für neue Geschäftspartner: Wir sehen uns als Automobilverband auch als Brückenbauer zwischen Deutschland und Indien, unterstrich Rauber. Das derzeit zwischen Indien und der Europäischen Union verhandelte Freihandelsabkommen werde den Handel weiter fördern und erhöhen.
Rauber erläuterte in New Delhi die Chancen, die der Clean Diesel-Pkw gerade auch auf dem indischen Pkw-Markt habe. Auf diesem Technologiefeld sind die deutschen Hersteller und Zulieferer weltweit führend. Mit seiner enormen Kraftstoffeffizienz hat der Clean Diesel auch in Indien erhebliches Potenzial zur CO2-Minderung bei Neufahrzeugen und kann damit einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Umwelt leisten, sagte der VDA-Geschäftsführer. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Dieselkraftstoff auch an den indischen Tankstellen bald in einer hohen Qualität (höchstens 50 ppm) angeboten wird, wie sie in Europa längst Standard ist.
Mit seinen Partnerverbänden in Indien ACMA für die Zulieferer und SIAM für die Hersteller pflege der VDA eine intensive Partnerschaft, so Rauber weiter: Mit beiden Verbänden und deren Mitgliedern gibt es zahlreiche Aktivitäten im Rahmen des miteinander abgeschlossenen Memorandum of Understanding. So wurde vor wenigen Monaten auf der IAA in Frankfurt der SIAM-VDA-Mission Plan unterzeichnet, der weitere Kooperationsfelder zwischen Unternehmen beider Länder eröffnet. Rauber erinnerte daran, dass der indische Industrieminister Mohan Dev neben Bundeskanzlerin Angela Merkel prominenter Redner auf der IAA-Eröffnungsfeier war.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261
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