Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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VDA organisiert erstmals deutschen Gemeinschaftsstand auf Auto Expo, Indiens größter Automobilmesse / Deutsche Automobilindustrie setzt verstärkt auf Indien

(Frankfurt am Main) - „Indien wird als Markt und Standort ein neuer Schwerpunkt für die deutsche Automobilindustrie“, sagte Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), anlässlich der 8. Auto Expo 2006 in New Delhi, auf der der VDA erstmals für seine Zulieferer einen vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Gemeinschaftsstand organisiert hat und betreut. 22 Unternehmen haben dieses Angebot angenommen, das besonders den mittelgroßen und kleineren Betrieben den Zugang zum indischen Markt erleichtern will. Darüber hinaus sind 20 weitere – zum größten Teil bereits in Indien etablierte – Automobilzulieferer aus Deutschland mit eigenen Ständen auf der Auto Expo vertreten. „In den großen Kfz-Märkten, die – wie Indien – zweistellig wachsen, müssen und wollen wir uns stärker engagieren. Indien ist nach China schon heute unser wichtigster Auslandsstandort in Asien. Da entsteht eine interessante asiatische Standortkonkurrenz um attraktive Bedingungen, von der vor allem unsere Zulieferindustrie profitieren kann“, so Prof. Gottschalk.

Heute werden jährlich bereits 1,6 Mio. Kraftfahrzeuge in Indien produziert. Das ist mehr als z. B. in Mexiko. Seit 1998 hat sich der Pkw-Markt mehr als verdoppelt, der Nutzfahrzeugmarkt gar in den letzten drei Jahren. Bis 2010 wird eine weitere Verdopplung des indischen Gesamtmarktes auf 2 Mio. Pkw prognostiziert. Hersteller und Zulieferer investieren immer stärker. Skoda und DaimlerChrysler sind bereits mit Produktionskapazitäten vertreten, BMW startet 2007, und auch VW hält an den Plänen für eine Fertigung in Indien fest. MAN Nutzfahrzeuge will in Kürze schwere Lkw in Indien bauen. Prof. Gottschalk: „Diese Engagements sind für die deutsche Zulieferindustrie ein Startsignal für neue Aktivitäten. Gegenwärtig sind bereits 50 deutsche Zulieferer mit Produktionsanlagen in Indien präsent, und 90 Unternehmen der deutschen Automobilindustrie betreiben Kooperationsprojekte.“ Das Interesse am Gemeinschaftsstand auf der Messe zeige, dass nun auch kleinere Unternehmen folgen. Große Zulieferer, wie Behr, Bosch, Freudenberg, Mahle, die Schaeffler-Gruppe (INA, FAG, LuK), Siemens VDO Automotive, SKF, ThyssenKrupp Automotive oder ZF, sind mit Tochterunternehmen, als Joint-Venture-Partner oder mit Lizenznehmern bereits erfolgreich vertreten.

„Unsere Zulieferer haben große Chancen auf dem indischen Markt, können aber auch den kostengünstigen Standort für Exporte nutzen, mit denen sie Aufträge gewinnen, die aus traditionellen Standorten kaum erreichbar sind und dadurch zusätzliches Geschäft bringen“, hob der VDA-Präsident die weitreichende Bedeutung einer Präsenz in Indien für die Zulieferindustrie hervor. Der indische Zuliefermarkt ist allein im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent gewachsen. Experten schätzen, dass bis zum Jahr 2015 ein Export von Kfz-Teilen im Wert von 20 Mrd. Euro möglich ist.

„Indiens künftige Rolle im globalen Autogeschäft kann man nicht hoch genug einschätzen“, betonte Prof. Gottschalk. Die Stärke des Landes seien hoch qualifiziertes Personal, günstige Kosten und ein starker F&E-Sektor. „Wenn Indien seine Hausaufgaben macht und seinen Markt durch die Senkung von Zöllen und Abgaben sowie durch den Abbau technischer Barrieren weiter öffnet und sich an international geltende technische Vorschriften und Umweltstandards anpasst, hat das Land große Chancen, in der automobilen Weltliga ganz vorn mitzuspielen“, so der VDA-Präsident.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Veronika Kleinhaus, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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