Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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VDA-Präsident begrüßt Bayerns Auto-Klima-Initiative / Wissmann: Beim Klimaschutz ist auch die Politik gefordert

(Frankfurt am Main/Nürnberg) - „Die Automobilindustrie begrüßt ausdrücklich die Auto-Klima-Initiative der bayerischen Staatsregierung. Diese Schlüsselbranche ist für Bayern zu wichtig, um strategische Entscheidungen über die Zukunft dieser Industrie allein Brüssel zu überlassen“, betonte Matthias Wissman, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf dem ersten Auto-Klimagipfel Bayerns in Nürnberg, zu dem Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber neben dem VDA-Präsidenten die Vorstandsvorsitzenden von Audi, Rupert Stadler, und BMW, Dr. Norbert Reithofer, sowie den ADAC-Vizepräsidenten Ulrich Klaus Becker eingeladen hatte. An dem Treffen nahmen neben dem Ministerpräsidenten auch Innenminister Dr. Günther Beckstein, Wirtschaftsminister Erwin Huber, Staatskanzleichef Eberhard Sinner sowie Umweltminister Dr. Werner Schnappauf teil.

Die EU-Kommission sei in ihren Arbeiten zum Klimaschutz bereits weit vorangeschritten, betonte Wissmann: „Die Industrie, vor allem aber auch die Politik in Deutschland sind jetzt gefordert, sich intensiv in die Ausgestaltung des künftigen regulatorischen Rahmens einzubringen. Es darf jetzt nicht einfach abgewartet werden, welche Ideen aus der Kommission kommen, um sie dann zur Diskussion zu stellen. Wir alle sind aufgefordert, an diesem Entscheidungsprozess intensiv mitzuarbeiten.“ Der VDA-Präsident hob den Schulterschluss mit der bayerischen Staatsregierung als vorbildlich hervor.

Wissmann unterstrich: „Mit 180.000 Beschäftigten in über 200 Betrieben liegt fast jeder vierte Arbeitsplatz der deutschen Automobilindustrie in Bayern. Jedes vierte Fahrzeug, das in Deutschland produziert wird, kommt aus Bayern.“ Mit 75 Mrd. Euro werde ein Viertel des Umsatzes der gesamten bayerischen Industrie in der Automobilwirtschaft erzielt. Der Anteil der Automobilindustrie an der Gesamtausfuhr Bayerns liege mit 48 Mrd. Euro im Jahr 2006 sogar bei über einem Drittel. „Und fast die Hälfte aller Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der bayerischen Industrie werden von der Automobilindustrie getätigt, das sind rund 3,9 Mrd. Euro jährlich. Die Automobilindustrie ist Innovationsmotor auch in Bayern“, so Wissmann.

Bei der zukünftigen CO2-Regulierung, über die in Brüssel entschieden werde, gehe es um die Zukunftsfähigkeit dieser Schlüsselindustrie, um die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte – und damit auch um die Sicherung von Arbeitsplätzen am Standort Deutschland, betonte Wissmann. „Wir brauchen politische Rahmenbedingungen, die Wettbewerbsfähigkeit für alle ermöglichen und faire Chancen für alle Produzenten bieten. Und wir brauchen hier auch die Unterstützung Bayerns als einem der wichtigsten ‚Automobilländer’“, so Wissmann.

„Die Premiumhersteller in Bayern haben gerade für die Zulieferindustrie eine Schlüsselrolle: sie sind Nachfrage neuester Technologien – und dies insbesondere im Bereich der Kraftstoffeffizienz“, betonte Wissmann. Und umgekehrt ermöglichten erst die Spitzenleistungen der Zulieferindustrie die von den Premiumherstellern geforderten besonderen Anstrengungen für den Klimaschutz: „Angesichts des beinharten internationalen Wettbewerbs kann sich diese Industrie unnötige Parallelentwicklungen oder zeitraubende Sackgassen bei den Entwicklungsanstrengungen heute weniger leisten denn je“, so Wissmann. Daher seien Kooperationen zwischen Herstellern und Zulieferern so wichtig. Der VDA packe diese Aufgaben in der Kooperation der Entwicklungsleiter von Herstellern und Zulieferern an, hinzu komme die Unterstützung von Initiativen wie der BAIKA.

Wissmann betonte die Geschlossenheit der deutschen Hersteller in der aktuellen Klimadiskussion: „Ob Premium- oder Volumenhersteller – wir ziehen alle an einem Strang.“ Dies sei auch die Voraussetzung dafür gewesen, dass im Rahmen des europäischen Automobilverbandes ACEA ein Kompromiss gefunden werden konnte, der eine Differenzierung der CO2-Vorgaben auf Basis des Fahrzeuggewichts vorsehe. „Wir brauchen keine Rasenmähermethode, die alles über einen Kamm schert“, unterstrich Wissmann.

Bei den Anstrengungen zur CO2-Reduzierung dürfe sich in Europa kein Hersteller zurücklehnen: „Eine Prämie fürs technologische Nichtstun wird es nicht geben – weder für große Fahrzeuge noch für Kleinwagen“, so Wissmann. „Von den Premiumherstellern werden höhere Leistungen verlangt, aber sie müssen auch Ziele erhalten, die sie erreichen können – und sie sind bereit, ihre technologische Vorreiterrolle wahrzunehmen, von der auch Volumenhersteller letztlich profitieren“, betonte der VDA-Präsident.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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