Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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VDA-Präsident fordert: Alle Eco-Innovationen zur CO2-Reduzierung nutzen / Wissmann: Deutsche Automobilindustrie kommt bei CO2-Minderung schneller voran

(Berlin) - Die deutsche Automobilindustrie kommt bei der CO2-Reduzierung schneller voran als ihre Wettbewerber. Insgesamt sind 2007 auf dem deutschen Pkw-Markt die durchschnittlichen CO2-Werte neu zugelassener Pkw um 1,7 Prozent auf unter 170 g/km gesunken. Dabei konnten die deutschen Hersteller einen kräftigeren Rückgang (-2 Prozent) erzielen als die Importeure (-1,3 Prozent). Die geringsten Einsparungen erreichten die Japaner (-0,6 Prozent) und die Franzosen (-0,8 Prozent).

Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), betonte auf einer Pressekonferenz in Berlin: „Dank der hohen Innovationskraft unserer Hersteller und Zulieferer haben wir im vergangenen Jahr die höchsten Minderungsleistungen erreicht. Die deutsche Autoindustrie ist damit führend in der Effizienzsteigerung – noch vor unseren europäischen und asiatischen Mitbewerbern. Das beweist: Klimaschutz ist für uns kein Werbeslogan, sondern wir leisten mit höchstem Einsatz unseren Beitrag für die CO2-Reduktion.“

Die CO2-Emissionen der deutschen Anbieter liegen – trotz ihrer Dominanz in der Oberklasse – nur noch hauchdünn (+1 Prozent) über dem Durchschnittswert aller Hersteller. In den volumenstärksten Segmenten (Kompaktklasse, Mittelklasse, obere Mittelklasse), auf die nahezu die Hälfte aller Neuzulassungen entfällt, sind die CO2-Werte der deutschen Marken sogar niedriger als die jeweiligen Durchschnittswerte. Im Bereich des umweltfreundlichsten Segments (Kleinstwagen) konnten die deutschen Hersteller einen überdurchschnittlichen Einsparungserfolg (-6,7 Prozent) erzielen.

Die deutschen Marken haben 2007 den Inlandsabsatz besonders verbrauchsgünstiger Pkw mit einer CO2-Emission von weniger als 130 g/km – das entspricht einem Kraftstoffverbrauch von weniger als 5 l/100 km – um beachtliche 57 Prozent steigern können, während die Importeure einen Rückgang um 4 Prozent hinnehmen mussten. Wissmann: „Das zeigt, dass die neuen und CO2-sparsamen Modelle auch vom Kunden angenommen werden.“ Heute gibt es 388 Modelle deutscher Marken, die weniger als 6,5 l/100 km Kraftstoff benötigen. Davon liegen gut 60 Modelle sogar unter 5 l/100 km. Auch die weltweit besten „CO2-Champions“ mit einem Verbrauch von 3,5 oder 3,9 l/ 100 km sind deutsche Marken.

An die Adresse der EU-Kommission gerichtet, sagte Wissmann: „Wir fordern eine Öffnung der geplanten europäischen CO2-Regulierung für den vollständigen Einsatz aller Eco-Innovationen. Wir fordern, dass sämtliche Potenziale zur CO2-Minderung genutzt werden können und die damit verbundenen Einsparungen auch angerechnet werden. Wir sind davon überzeugt, dass die ‚ergänzenden Maßnahmen’ – bisher beschränkt sich die Kommission auf Biokraftstoffe, Leichtlaufreifen, Reifenluftdrucksysteme, Schaltpunktanzeigen – deutlich mehr Reduzierung bringen könnten als die geplanten weiteren 10 g/km CO2. Es ist unverständlich, dass Brüssel keine Anreize für weitere Innovationen setzen will, wie z. B. die Verwendung von modernsten und umweltfreundlichen Klimaanlagen auf der Basis natürlicher Kältemittel. Und wir fordern eine Abkehr von der Sanktionsorientierung hin zu mehr Innovationsorientierung, um die Ziele des Lissabon-Prozesses zu erreichen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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