Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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VDA verstärkt seinen Einsatz für Oldtimer

(Frankfurt am Main) - Angesichts der wachsenden Bedeutung des Marktes für automobile Oldtimer hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) jetzt den neuen Ausschuss „Historische Fahrzeuge“ gegründet und ein entsprechendes Fachreferat eingerichtet. In diesem Gremium sollen auch die Auswirkungen der drohenden Fahrverbote in Innenstädten und Umweltzonen für dieses Fahrzeugsegment behandelt werden. Der Ausschuss spricht sich für eine bundesweite, einheitliche Ausnahmeregelung für Oldtimer in dieser kritischen Frage aus, da diese Fahrzeuge nur eine geringe Fahrleistung aufweisen und zudem von großer kulturhistorischer Bedeutung sind. Der VDA betont: „Wenn angesichts eines Bestandes von 45 Millionen Pkw auf Deutschlands Straßen 150.000 ausgewiesene Zeugen der Technik-Geschichte mit einem Fahrverbot in Innenstädte belegt würden, dann hätte das so gut wie keine messbaren Folgen für die Luftreinhaltung. Es wären nur 0,3 Prozent aller Pkw betroffen. Andererseits wäre dann ein historisches Produkt auf unseren Straßen nicht mehr sichtbar, das wie kein anderes für deutsche Ingenieurskunst und Tradition steht. Damit wäre ein schmerzhafter Verlust an erfahrbarer und erlebbarer automobiler Identität verbunden.“

Neben der kulturhistorischen Bedeutung von Oldtimern, die gerade in dem Land, in dem das Automobil vor 120 Jahren erfunden wurde, unbestritten ist, stellen die klassischen Fahrzeuge einen nicht zu unterschätzenden wirtschaftlichen Faktor dar und sind längst aus dem reinen Hobby-Stadium heraus gewachsen. In den letzten Jahren ist der Bestand an historischen Fahrzeugen stetig gestiegen.

Laut einer Studie, die von der FIVA – dem internationalen Verband für klassische Automobile - mit Unterstützung der deutschen Automobilindustrie erstellt wurde, wird mit historischen Fahrzeugen direkt und indirekt ein Umsatz von mehr als 5 Mrd. Euro erwirtschaftet. Oldtimer sichern gerade auch in Deutschland eine steigende Anzahl von Arbeitsplätzen in Handel, Reparatur und Service rund um das historische Automobil, z.B. in 1.500 spezialisierten Handwerksbetrieben. Alleine die steigenden Besucherzahlen der Automobilmuseen sind ein Beleg dafür, welche Begeisterung die Oldtimer als Zeitzeugen der großen deutschen Automobilgeschichte zu wecken vermögen. Zahlreiche deutsche Marken haben in den letzten Jahren mit eigenen „Auto-Welten“ an den jeweiligen Standorten markante Anziehungspunkte für Gäste aus aller Welt geschaffen. Auch Zulieferer engagieren sich verstärkt im Service für historische Fahrzeuge und sichern so z. B. die Ersatzteilversorgung.

Die deutschen Automobilhersteller werden damit die Bedeutung ihrer automobilen Geschichte für die jeweilige Marke noch stärker in den Vordergrund rücken. Gerade die Historie bestimmt maßgeblich die Identität einer Marke und trägt mit ihrem Differenzierungspotenzial wesentlich zur Markenpositionierung bei.

Als Interessenvertreter der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie baut der VDA auf Anregung des „Stuttgarter Kreises“ – einem Zusammenschluss aller deutschen Automobilhersteller zum Thema klassische Fahrzeuge – sein bisheriges Engagement in diesem Bereich aus. Über die regelmäßig auf der IAA präsentierten Oldtimer-Ausstellungen und -Zusammenkünfte hinaus wird der VDA nun verstärkt wirtschafts-, verkehrs- und umweltpolitische Themen aufgreifen, die historische Automobile betreffen. Auch Fragen zur Sicherung des historischen Fahrzeugbestandes sollen mit Verbänden und Kammern aufgegriffen werden, um z. B. die Schaffung fachspezifischer Berufsbilder zu fördern.

Die Wahrnehmung all dieser Aufgaben innerhalb des VDA wurde dem neu geschaffenen Fachreferat „Historische Fahrzeuge“ übertragen, dessen Leitung Stefan Röhrig (55) übernimmt, der bis Ende 2006 innerhalb der DaimlerChrysler AG den Classic-Bereich geleitet hat und als ausgewiesener Oldtimer-Experte gilt.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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