Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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VDA warnt beim Thema Beimischung vor Effekthascherei und Panikmache / „Biokraftstoffe sind wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“

(Frankfurt/Detroit) - „Die deutsche Automobilindustrie hat sich gemeinsam mit der Politik, der Mineralölindustrie und der Biokraftstoffindustrie dazu bekannt, den Anteil an Biokraftstoffen sukzessive weiter auszubauen. Dies ist ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz, den die Automobilindustrie neben Effizienzsteigerung der Fahrzeuge und anderen Maßnahmen leisten will.“ Dies bekräftige heute (14. Januar 2008) Dr. Thomas Schlick, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). „Die deutsche Automobilindustrie ist mit dieser Vereinbarung, die bislang weltweit einmalig ist, in die Offensive gegangen. Wir setzen insbesondere auf Biokraftstoffe der 2. Generation, die nahezu CO2-neutral sind und nicht in die Nahrungsmittelkette eingreifen. Damit sichern wir individuelle Mobilität auch für eine Zeit, in der die fossilen Energieträger knapper und teurer werden“, unterstrich Schlick.

„Der VDA hat sich bei der Erhöhung der Beimischungsmenge stets für eine bestandsverträgliche Lösung ausgesprochen. Die gemeinsam mit Politik und Biokraftstoffverbänden gefundene Formel sieht vor, den Biokraftstoffanteil im Benzin und Diesel von heute 5 auf künftig 10 Prozent anzuheben. Beim Benzin entspricht dies einer Beimischung von bis zu 10 Prozent Ethanol“, so Schlick weiter. „Dabei gehen wir davon aus, dass ca. 375.000 Fahrzeuge nicht für den neuen E10-Kraftstoff geeignet sind und daher auf die Bestandsschutzsorte SuperPlus angewiesen sind.“

Derzeit seien die Normung der neuen Kraftstoffe sowie die Anpassung der Bundesimmissionsschutzverordnung, die das Inverkehrbringen von Kraftstoffen regelt, in Arbeit, so der VDA-Geschäftsführer. „Wir gehen davon aus, dass spätestens Mitte des Jahres 2008 dieser Prozess abgeschlossen sein wird und die neuen Kraftstoffe anschließend auf den Markt eingeführt werden“, so Schlick. Eine Freigabe der E10-tauglichen Fahrzeuge für die neuen Kraftstoffe wird rechtzeitig vor der Markteinführung der neuen Kraftstoffe erteilt werden. Beispielsweise hat der VW-Konzern bereits alle Fahrzeuge, die seit dem 1. März 2006 gebaut wurden, für E10 freigegeben und damit frühzeitig ein positives Zeichen für E10 gesetzt. Die Freigabe älterer Modelle ist derzeit noch in Arbeit.

„Die ‚Roadmap Biokraftstoffe’ ist das Ergebnis eines intensiven Dialogs zwischen den zuständigen Ministerien, den Mineralöl- und Biokraftstoffverbänden und der Automobilindustrie“, stellte Schlick klar. „Wir haben mögliche Folgen für die Autofahrer sorgfältig abgewogen und eine sinnvolle Lösung für mehr Klimaschutz gefunden“, so der VDA-Geschäftsführer weiter. „Vor diesem Hintergrund erscheinen Hochrech-nungen, die sich auf unzureichendes Zahlenmaterial stützen, als unverantwortliche Panikmache und Effekthascherei“, kritisierte Schlick.

„Die Erhöhung der Biokraftstoffbeimischung auf 10 Prozent ist der erste wichtige Schritt, der auch mit den heute verfügbaren Biokraftstoffen innerhalb kurzer Zeit umsetzbar ist“, sagte Schlick. Dabei werde die Industrie aber nicht stehen bleiben: „Wir haben uns gemeinschaftlich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 eine 20-prozentige Biokraftstoffbeimischung zu erreichen. Dafür setzen wir auf die Biokraftstoffe der 2. Generation. BTL (biomass to liquid) besitze hervorragende Kraftstoffeigenschaften, so dass bereits heute höhere Biokraftstoffmengen technisch im Fahrzeugbestand umsetzbar seien. Daneben biete BTL die Möglichkeit, die CO2-Emissionen um bis zu 90 Prozent zu reduzieren.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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