Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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VDA zum Masterplan Güterverkehr und Logistik / Wenig Impulse für den Standort Deutschland

(Frankfurt am Main) - Mit großem Interesse hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) den Entwurf des Bundesverkehrsministeriums für den Masterplan Güterverkehr und Logistik zur Kenntnis genommen. VDA-Geschäftsführer Dr. Kunibert Schmidt hob lobend hervor, dass das Konzept eine Reihe sinnvoller Ansätze enthalte. Dazu zählten der Ausbau des Verkehrsmanagements, eine Optimierung der Baustellenplanung, der unabdingbare Bau zusätzlicher Lkw-Parkplätze an Autobahnen sowie vor allem die Förderung innovativer Sicherheitssysteme in Lkw. Dennoch folge der Masterplan über weite Strecken dem bereits in der Vergangenheit mehrfach gescheiterten Ansatz des Verlagerns und Verteuerns. „Die erneute Verteuerung des Straßengüterverkehrs und das permanente Drehen an der Mautschraube hilft am Ende weder dem Standort noch der Schiene noch der Umwelt“, so Dr. Schmidt. Nur durch eine konsequente EU-weite Marktöffnung in der Praxis und die Gewährleistung der technischen Interoperabilität auf europäischer Ebene lasse sich die dringend notwendige Stärkung des Schienengüterverkehrs umsetzen, nicht aber durch Strafsteuern für die Straße.

Auch sei noch nicht erkennbar, ob der Masterplan wirklich einen Beitrag zu der für den Industrie- und Logistikstandort unverzichtbaren Infrastrukturoffensive leisten werde. „Ohne bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur bei allen Verkehrsträgern wird die Stärkung des Standorts aber auf halbem Wege stecken bleiben“, so Dr. Schmidt. Ausbau und Verkehrsflussoptimierung seien auch nicht zuletzt unabdingbar, um staubedingte Mehrverbräuche zu vermeiden und so einen wichtigen Klimaschutzbeitrag zu leisten. „Der Masterplan bringt dem Standort Deutschland keine neuen Impulse“, sagte der VDA-Geschäftsführer.

Schließlich sei bedauerlich, dass der Masterplan sich viel zu früh aus der Diskussion über die effizientere Nutzung der Infrastruktur durch längere Lkw-Kombinationen verabschiedet habe. Man könne nicht auf der einen Seite fordern, dass die Unternehmen durch verstärkte Investitionen in innovative Technologien ihren Beitrag zur Vermeidung von Fahrten leisten, auf der anderen Seite aber genau diesen Innovationen einen Riegel vorschieben, schloss Dr. Schmidt.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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