VDEW zu Strompreisanträgen in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern / Strompreis-Blockade schadet kommunalen und regionalen Stromunternehmen
(Berlin) - "Es ist widersprüchlich, einerseits mehr Wettbewerb zu fordern und andererseits eine Politik zu machen, die insbesondere auch die kommunalen und regionalen Stromunternehmen in Deutschland in eine wirtschaftlich schwierige Situation bringt." Das erklärte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) zu der Tatsache, dass die Anträge auf Strompreiserhöhungen in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern immer noch nicht genehmigt sind, obwohl sie durch nachvollziehbare Marktentwicklungen substanziell begründet seien.
"Die zahlreichen, bereits erfolgten Genehmigungen von Strompreisanträgen in allen anderen Bundesländern zeigen, dass die Anträge auf Preiserhöhungen ganz offensichtlich berechtigt waren", betonte Meller. Die politische Blockade der Strompreisanträge bringe kleinere und mittelgroße Stromunternehmen und Stadtwerke zum Teil in eine wirtschaftlich schwierige Situation. "Die Unternehmen müssen Strom zu gestiegenen Großhandelspreisen einkaufen und können ihre Kosten nicht weitergeben", so Meller. Wenn diese zusätzlichen Kosten nicht berücksichtigt werden könnten, bestehe darüber hinaus die Gefahr, dass dies Konsequenzen für die kommunalen Haushalte habe. Viele Kommunen in Deutschland sind an Stromunternehmen beteiligt. Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Stromunternehmen werde sich deshalb auch auf die Haushalte der Kommunen auswirken.
Den Vorwurf, die Stromunternehmen würden die Kunden abzocken, wies Meller deutlich zurück: "Stromanbieter müssen wie alle Wirtschaftsunternehmen profitabel arbeiten. Angemessene Erträge sind auch im Interesse der Kunden." Sie seien Voraussetzung dafür, Investitionen durchführen zu können, die zum Erhalt der hohen Versorgungsqualität in Deutschland notwendig sind. Der Grund für die beantragten Strompreiserhöhungen seien vor allem gestiegene Großhandelspreise. Meller: "Die weltweit zunehmende Energienachfrage insbesondere in Ländern wie China und Indien wirkt sich auch auf die europäischen Strommärkte aus." Am Weltmarkt seien die Preise für Primärenergieträger zur Stromproduktion stark gestiegen.
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