VDEW zum Ausbau erneuerbarer Energien im Stromsektor bis 2020 / Erneuerbare Energien mit mehr Effizienz voranbringen / Belastung der Verbraucher seit 1998 verzehnfacht / Zusatzkosten für Reservekraftwerke und Ausbau der Netze
(Berlin) - "Die ehrgeizigen Ausbauziele für erneuerbare Energien erfordern einen deutlichen Kurswechsel bei den Förderinstrumenten und machen den Ausbau der Stromnetze nötig." Das erklärte Roger Kohlmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, in einer ersten Stellungnahme zur Studie "Ausbau erneuerbarer Energien im Stromsektor bis 2020", die Bundesumweltminister Gabriel vorgestellt hat.
Die Politik dürfe nicht länger einseitig nur auf den Mengenzuwachs bei den Erneuerbaren zielen. "Auch die Effizienz der Förderung muss deutlich gesteigert werden", betonte Kohlmann. Allein die Mehrkosten durch die staatlich vorgegebenen Vergütungen für Öko-Strom seien seit 1998 auf das Zehnfache gewachsen. Kohlmann: "2006 steigt diese Belastung der Stromkunden auf rund drei Milliarden Euro."
Zusätzlich verursache vor allem der starke Ausbau der Windenergie Kosten für Reservekapazitäten und Regelenergie, um die stark schwankenden Stromlieferungen auszugleichen. "Für den Ausbau der Stromnetze müssen außerdem die Planungs- und Genehmigungszeiten verkürzt werden, die derzeit bis zu zehn Jahre ausmachen", forderte Kohlmann. Neue Leitungen seien nötig, um die stark wachsenden Windstrommengen von den Küstenstandorten zu den Verbrauchszentren zu transportieren. "Die erneuerbaren Energien sind fester Bestandteil im Energiemix der deutschen Stromwirtschaft", erklärte Kohlmann. Der Beitrag der CO2-freien Energieträger solle weiter gesteigert werden. "Die Effizienz der Förderung ist dabei ebenso wichtig wie die Versorgungssicherheit."
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