VDEW zum Emissionshandel / Industrie kalkuliert mit Marktwert der Emissionszertifikate / Neue Studie für die EU-Kommission zeigt Auswirkungen auf Preise / Marktwirtschaftliches Instrument zur Klimavorsorge funktioniert
(Berlin) - "In Europa kalkulieren alle betroffenen Branchen den Marktwert von Emissionsberechtigungen in ihre Preise ein. Dieses Ergebnis einer Untersuchung für die EU-Kommission zeigt, dass sich die Stromunternehmen beim Emissionshandel marktkonform verhalten", erklärte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin. Es sei deshalb scheinheilig, wenn Industrievertreter die Stromwirtschaft für Kalkulationen kritisiere, die in ihren eigenen Branchen üblich seien.
"Die neue Studie 'Review of EU Emissions Trading Scheme' zeige, dass die Hälfte der befragten Unternehmen den Wert der Emissionszertifikate bei der Preisgestaltung bereits einkalkuliert", erläuterte Meller. Rund 70 Prozent der Betriebe würden das für künftige Preisentscheidungen vorsehen. Dabei handele es sich insbesondere um Unternehmen der Stahl-, Aluminium- und Zementindustrie sowie um die chemische Industrie und Raffinerien.
"Der Handel mit Emissionsrechten wurde von der Politik als marktwirtschaftliches Instrument der Klimavorsorge eingeführt", betonte Meller. Die Zertifikate hätten einen Marktwert, der die Preise beeinflusst. Nur so könne das System die gewünschten Anreize zur Emissionsminderung liefern. Meller: "Die Auswirkungen auf die Preise zeigen also, dass der Handel mit Berechtigungen funktioniert."
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