Pressemitteilung | VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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VDI übergibt Stellungnahme zu Klima und Energie an Kanzlerin Merkel

(Düsseldorf) - Die aktuelle VDI-Stellungnahme "Klimaschutz und Energiepolitik" bietet Ziele und Handlungsbedarf für eine CO2-arme Energieversorgung und -nutzung in Deutschland und soll in der politischen Debatte als Orientierung dienen. Im Rahmen eines Gespräches im Bundeskanzleramt überreichten VDI-Präsident Prof. Bruno O. Braun und VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs Bundeskanzlerin Angela Merkel am 10. März das neue VDI-Positionspapier. Schwerpunkte bilden die Bereiche Energieversorgung, Industrie, Gebäude, Antriebstechniken für den Straßenverkehr und Energieforschung.

Europas größter Ingenieurverein begrüßt die ehrgeizigen CO2-Minderunsgziele der Regierung. Hieraus dürfen nach Auffassung des VDI aber keine politischen Vorgaben für einen bestimmten Energiemix oder für bestimmte Technologien resultieren. Vielmehr sollte ein breiter Mix unter Einschluss fossiler Energieträger, der Erneuerbaren Energien und der Kernenergie erreicht werden, der Voraussetzung für ein flexibles Energiekonzept der Bundesrepublik Deutschland ist. Der VDI empfiehlt daher die Entwicklung und Optimierung einer Vielzahl von Technologien, die nur zusammen einen Beitrag zur Lösung des CO2-Problems liefern können. Dies setzt u.a. eine deutliche Anhebung der Aufwendungen für die Energieforschung voraus.

Aus Sicht des VDI sollte die sparsame Energienutzung vorangetrieben werden, z.B. durch Minderung des Wärmebedarfs von Gebäuden. VDI-Berechnungen zeigen, dass zur Erreichung einer CO2-Einsparung von insgesamt 50 Prozent für Deutschland bis 2050 der Energiebedarf bei Gebäuden zwischen 40 Prozent und 55 Prozent gegenüber dem heutigen Stand reduziert werden muss. Technisch ist dies möglich, der Staat muss jedoch durch zusätzliche Anreizmaßnahmen Haus- und Wohnungseigentümer bei der Sanierung unterstützen. Im Straßenverkehr ist die Einführung neuer Energieträger sowie die Entwicklung neuer Fahrzeugkonzepte erforderlich.

Quelle und Kontaktadresse:
VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Hauptgeschäftsstelle Pressestelle VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Telefon: (0211) 6214-0, Telefax: (0211) 6214-575

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