VDMA: Flexiblen Kündigungsschutz auf die politische Agenda setzen!
(Frankfurt am Main) - Zur Bekantgabe der jüngsten Arbeitslosenzahlen durch die Bundesagentur für Arbeit erklärt VDMA-Präsident Dr. Dieter Brucklacher: Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt darf die Bundesregierung nicht dazu verleiten, weitere Reformanstrengungen zu unterlassen. Denn so erfreulich der Rückgang der Arbeitslosigkeit auch ist, so geht er doch an den Problemgruppen des Arbeitsmarktes weitgehend vorbei. Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose bleiben die Verlierer. Gerade ihnen könnte durch eine Lockerung des Kündigungsschutzes geholfen werden. Das haben andere Länder bewiesen. Während in Deutschland vielleicht im Jahr 2007 die Arbeitslosenquote zum ersten Mal seit 1993 wieder im Jahresdurchschnitt unter die Zehn-Prozentmarke rutschen könnte, hat zum Beispiel Dänemark seitdem längst seine Arbeitslosenquote halbiert!
In Deutschland scheuen die Unternehmen wegen des strikten Kündigungsschutzgesetzes weitere Arbeitskräfte einzustellen trotz ausgezeichneter Wirtschaftsdaten. So stellt der deutsche Maschinenbau zwar in diesem ein Jahr 10.000 neue Mitarbeiter ein. Die Stammbelegschaft in unseren Unternehmen erhöht sich damit aber nur um ein Prozent, während das Produktionswachstum um fünf Prozent steigt!
Wir begrüßen deshalb ausdrücklich, dass sich Bundeswirtschaftsminister Michael Glos des Themas annimmt. Der VDMA, der die Branche mit den meisten industriellen Arbeitsplätzen in Deutschland vertritt, ruft die Große Koalition eindringlich dazu auf, die Flexibilisierung des Kündigungsschutzes auf ihre politische Agenda zu setzen.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
Marlies Schäfer, Pressesprecherin
Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 66030, Telefax: (069) 66031511
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