Pressemitteilung | Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
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VDMA: Ingenieurwissenschaften haben zu hohe Abbrecherquoten / Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland steht auf dem Spiel

(Aachen) - „Die hohen Abbrecherquoten in den Ingenieurwissenschaften sind inakzeptabel“, erklärt Hartmut Rauen, Mitglied der Hauptgeschäftsführung im VDMA, anlässlich der 4Ing Fakultätentage in Aachen. „Es geht dabei um nicht weniger als die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des heute weltweit herausragenden Produktionsstandortes Deutschland, und es geht um die Lebens-perspektive vieler junger Menschen“. Die Hochschulen müssen sich mit den Anforderungen der Globalisierung intensiver auseinander setzen. Es gelte bewährte Stärken der Ingenieurausbildung zu wahren und Defizite in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu beseitigen.

Aber auch die Politik sei gefordert. „Bund und Länder müssen die Zeichen der Zeit erkennen und massiv in die ingenieurwissenschaftliche Zukunft unseres Landes investieren“, unterstreicht Rauen. Denn unterm Strich fehlen in Deutschland zur Zeit fast zwei Absolventenjahrgänge, um den aktuellen Ingenieurmangel zu beheben. Die meisten Ingenieure fehlten im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg (15.219), gefolgt von NRW (15.170) und Bayern (13.256), so die neuesten Ergebnisse des IW Köln.


Lehre mit neuer Exzellenzinitiative auf breiter Basis stärken

„Der globale Wettbewerb wird heute durch die Qualifikation der Mitarbeiter entschieden“, betont Professor Eckart Kottkamp, Sprecher der VDMA-Initiative Ingenieurausbildung und Redner auf den Fakultätentagen. „Exzellentes Fachwissen und überfachliche Fähigkeiten können einem angehenden Ingenieur nicht in überfüllten Vorlesungen oder veralteten Laboren vermittelt werden“, so Kottkamp. „Hierfür brauchen wir Gruppen- und Projektarbeit, gut ausgestattete Labore und vor allem engagierte Professoren, die didaktisch geschult sind“. Vom forschungslastigen Wettbewerb um die Eliteuniversitäten werde die akademische Lehre allenfalls mittelbar profitieren. „Die Lehre muss deshalb mit einer neuen Exzellenzinitiative auf breiter Basis gestärkt werden“, fordert Kottkamp. „Wir wollen und müssen die weltweit besten Ingenieure ausbilden.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) Marlies Schäfer, Pressesprecherin Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main Telefon: (069) 66030, Telefax: (069) 66031511

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