VDMA: Maschinenbauer stellen neuen Produktionsrekord auf / Produktion wächst 2006 um real sieben Prozent / Wachstumsprognose für 2007 von zwei auf vier Prozent verdoppelt
(Frankfurt am Main) - Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau wird aufgrund der bisherigen Entwicklung 2006 einen neuen Produktionsrekord von geschätzt 158 Milliarden Euro erreichen und im laufenden Jahr um sieben Prozent wachsen, teilte VDMA Präsident Dr. Dieter Brucklacher anlässlich einer Pressekonferenz des Verbandes am Mittwoch (20. Dezember 2006) in Frankfurt mit. Damit wird der deutsche Maschinenbau in den Jahren 2004 bis 2006 insgesamt um real 18 Prozent zulegen.
Das Jahr 2006 sei für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau deutlich besser gelaufen als erwartet, betonte Brucklacher. Bei der Auslandsnachfrage waren bis Oktober 2006 keine Ermüdungser-scheinungen auszumachen. Sie übertraf das hohe Niveau von 2005 um real plus 14 Prozent. Die Bestellungen aus dem Inland steigen seit einem Jahr und kletterten, wenn auch auf bescheidener Basis, um plus 21 Prozent. Damit bewegen wir uns im Inlandsgeschäft endlich wieder auf dem Niveau der Jahre 1990/1991, freute sich Brucklacher. Eine solche Dynamik hatten wir nicht erwartet.
Doch die hohe Nachfrage aus dem In- und Ausland sei nur ein Grund dafür, warum die Branche derzeit auf der Erfolgsspur fahre. Die eigenen Anstrengungen tragen Früchte, sagte Brucklacher. Die Maschinen-bauer haben in den vergangenen Jahren erfolgreich innoviert, flexibilisiert, restrukturiert und optimiert. Dies schlägt sich in hohen Anteilen von Produkt- und Marktneuheiten nieder. Und es führe über Prozessinnovationen zu einer hohen Produktivität und durch weniger stark steigende Löhne und Gehälter als bei den europäischen Nachbarn zu sinkenden Lohnstückkosten. Die Branche habe so ihre interna-tionale Führungsrolle ausbauen können.
Unternehmen klagen über Produktionsengpässe Die Kapazitätsauslastung liegt derzeit im Schnitt bei 90,9 Prozent. 38 Prozent der deutschen Maschinenbauunternehmen berichten mittlerweile über auslastungsbedingte Produktionsbehinderungen. Mehr als jedes zehnte Unternehmen habe Bedarf an technischen Kapazitäten. Dabei habe die Branche in den letzten drei Jahren ihre eigenen Investitionen bereits um fast ein Viertel ausgeweitet. Allein im laufenden Jahr dürften die Ausgaben für Anlageinvestitionen nach Angaben des ifo-Instituts noch einmal um rund 16 Prozent zugelegt haben, so Brucklacher.
Branche schafft Arbeitsplätze
Zehn von Hundert Unternehmen beklagen einen Mangel an Fachkräften. Im September 2006 zählte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau eine Stammbelegschaft von 883.000 Mitarbeitern. Der Tiefpunkt der Beschäftigtenentwicklung lag im Juni 2005 bei 857.000 Mitarbeitern. Wir haben also unsere Stammbelegschaft seither um rund 25.000 Mitarbeiter aufgestockt, berichtet Brucklacher. Damit wurden diejenigen Lügen gestraft, die stets behaupteten, die Unternehmen würden allein aus Profitgier und selbst bei sich bessernden Produktionsbedingungen in Deutschland Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, betonte der VDMA Präsident.
Wachstumsprognose für 2007 von zwei auf vier Prozent verdoppelt
Für das kommende Jahr erhöhen wir unsere Prognose vom September von plus zwei auf vier Prozent, erklärte Brucklacher. Die Perspektiven für das Auslandsgeschäft haben sich aufgehellt. Zwar rechnet der Verband nach wie vor mit einer wirtschaftlichen Abschwächung in den USA, doch andere Wirtschaftsräume haben an Bedeutung gewonnen und versprechen 2007 weiteres Wachstum. Die lebhafte Nachfrage aus den Rohstoffländern und aus den sich rasant entwickelnden Ländern überlagert insbesondere das ansonsten ausgeprägt zyklische Nachfragemuster der Investitionsgüterindustrie, sagte Brucklacher. Auch für Deutschland erwartet der Verband eine weiter positive Investitions-güternachfrage. Diese Entwicklung sowie die bereits aufgelaufenen Auftragsbestände haben uns veranlasst, unsere Prognose für 2007 zu verdoppeln.
Branche fordert moderate Lohnrunde für 2007
Was das Thema Kostendisziplin angeht, trägt die Lohnpolitik 2007 besonders viel Verantwortung, betonte der VDMA-Präsident. Vor diesem Hintergrund appelliere ich an die Tarifvertragsparteien, Kurs zu halten. Auch für 2007 gilt: Beide Ziele, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu wahren und die Arbeitnehmer am Erfolg zu beteiligen, können gleichzeitig erreicht werden, wenn sich die Tarifparteien auf einen sehr moderaten tabellenwirksamen Abschluss verständigen und diesen Abschluss durch eine variable Einmalzahlung ergänzen, die im Durchschnitt durchaus höher ausfallen darf als im letzten Jahr. Das ist ein Stück konkrete Zukunftssicherung.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
Marlies Schäfer, Pressesprecherin
Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 66030, Telefax: (069) 66031511
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