VDR befürwortet Reaktion der EU-Kommission auf Luftraumsperrung / Verbesserungen im Krisenmanagement kommen Geschäftsreisenden und Anbietern zugute
(Frankfurt am Main) - Der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) steht hinter den Maßnahmen, die die EU-Kommission als Reaktion auf die Luftraumsperrung umsetzen möchte. Die Kommission will die Koordinierung bei Vulkanausbrüchen in der EU verbessern.
"Die Aschewolke hat der Geschäftsreisewelt ordentlich zugesetzt: Reisende kamen nicht an ihren Zielort, Travel Manager hatten alle Hände voll zu tun, das Krisenmanagement seitens Politik und Behörden sowie die Informationspolitik waren katastrophal - von den wirtschaftlichen Verlusten ganz zu schweigen. Dennoch hatte das Chaos wohl etwas Gutes: Die Politik hat im Nachgang relativ schnell reagiert und sich Maßnahmen auf die Fahne geschrieben, die der VDR teilweise schon seit Jahren fordert und die nun möglichst schnell europaweit umgesetzt werden müssen", sagt Dirk Gerdom vom VDR zur Reaktion der EU-Kommission auf die Luftraumsperrung. Es ist Aufgabe der Politik, entsprechende Rahmenbedingungen für eine reibungslose Sicherstellung berufsbedingter Mobilität zu schaffen. Dazu gehört eine intelligente Mobilität, das heißt eine lückenlose Verzahnung von Verkehrswegen und Verkehrsträgern, u.a. durch einen einheitlichen europäischen Luftraum - das zweite Paket auf dem Weg zum sogenannten "Single European Sky" soll laut Verkehrskommissar Siim Kallas 2012 in Kraft treten.
Der VDR befürwortet außerdem das Vorhaben, Passagierrechte europaweit koordiniert durchzusetzen. "Passagierrechte, die weltweit für Airlines einheitlich bindend sind, wären aus Sicht der Reisenden durchaus wünschenswert. Auf europäischer Ebene ist diese Maßnahme aber gerade für Ausnahmesituationen essenziell", so Gerdom. Den Plänen der EU-Kommission zu flexiblen Slots und einer Lockerung der Flugbeschränkungen steht der Geschäftsreiseverband kritisch gegenüber. Eine Aufhebung von Flugbeschränkungen wie z.B. des Nachtflugverbots, um den regulären Betrieb bei Flugverkehr und Fracht wiederherzustellen, befürwortet der Verband. "Voraussetzung ist jedoch, dass die Regelung nur in Ausnahmefällen greift und die Lockerung der Beschränkungen zeitlich begrenzt ist", gibt Gerdom zu bedenken.
Nicht nur auf EU-Ebene sind Krisenpläne eine wichtige Vorsorge: Eine große Bedeutung kommt auch dem professionellen Krisenmanagement im Unternehmen zu. Travel Manager sollten ihren Reisenden mit einem guten Informationsmanagement zur Seite stehen und Alternativen zur Verfügung stellen. Laut einer aktuellen Kurzumfrage haben rund 30 Prozent der VDR-Mitglieder mit einem Notfallplan auf das Chaos der letzten Woche reagiert. Fast drei Viertel der Befragten lernen aus den Erfahrungen - sie wollen ihre Richtlinien optimieren und mit neuen Regelungen erweitern. Ein Viertel der VDR-Mitglieder, die bisher noch keinen Notfallplan im Einsatz hatten, strebt die Entwicklung eines sogenannten "Emergency Response Plans" für den Fall der Fälle an. Dirk Gerdom, hauptberuflich Head of Global Travel Management bei SAP in Walldorf, betont die Wichtigkeit eines professionellen Travel Managements: "Travel Manager, die ihr Geschäftsreisemanagement professionell aufstellen, können in Ausnahmesituationen auf wertvolles Wissen und Tools zurückgreifen, die ihnen das Krisenmanagement erleichtern."
Quelle und Kontaktadresse:
VDR Verband Deutsches Reisemanagement e.V.
Pressestelle
Darmstädter Landstr. 125, 60598 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6952290, Telefax: (069) 69522929
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