Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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VhU befürwortet Studienbeiträge als 2. Baustein zur Hochschulmodernisierung / Fasbender: „Die Aufregung wird sich schnell legen, wenn der Nutzen verstanden ist“

(Frankfurt am Main) - Zu mehr Gelassenheit forderte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) anlässlich der Anhörung des Studienbeitragsgesetzes durch den Hessischen Landtag auf. „Die große Aufgeregtheit dieser Diskussion wird sich sehr schnell nach der Einführung legen, wie das Beispiel Österreich zeigt“. Dort hätten sich gerade mal 1 Prozent der Studenten wegen Studienbeiträgen abhalten lassen – und auch diese wohl nicht auf Dauer. „Ein Hochschulstudium ist für Studierende zuallererst Investition in die eigene Karriere. Für die Universitäten ist es eine Möglichkeit, noch besser qualifizierte Fach- und Führungskräfte auszubilden. Zentrale Frage muss also sein, wie die Qualität der hessischen Hochschulen und ihrer Absolventen nachhaltig gesteigert werden kann. Mit der Stärkung der Hochschulautonomie hat die Landesregierung bereits die Grundlage geschaffen. Jetzt kommt es darauf an, den 2. Qualitätsbaustein ‚Studienbeiträge’ auch gegen Widerstand Betroffener zu realisieren“, so Fasbender. Denn durch die Entrichtung eines eigenen Beitrages erhielten Studenten stärkere Anreize, effizient zu studieren und das beste Lehrangebot einzufordern. Hochschulen müssten umgekehrt ihr Profil schärfen und über ihre Lehrqualität in Wettbewerb treten. Nur so könnten sie den Anspruch auf zusätzliche investive Gelder begründen, die ihre Studenten mitbrächten.

Die aktuelle Studie „Bildungsmonitor 2006 “ der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die zusammen mit dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln durchgeführt wurde, hat ergeben, dass Hessen sich im untersuchten Jahr 2004 in den Hochschulen am wenigsten gegenüber Vorjahr verbessert habe, andere Länder hätten sich jedoch deutlich schneller entwickelt. Studienbeiträge seien daher ein unverzichtbar Baustein, um den Mechanismus der Qualitätsverbesserung auszubauen. „Das hessische Modell ist durchaus zukunftsweisend konzipiert. Andere Länder sehen lediglich einen einheitlichen Grundbetrag vor. Die hessische Regelung ermöglicht dagegen eine leistungsorientierte Differenzierung durch eine Gebührenstaffelung, zum Beispiel im Falle des Zweit- oder Langzeitstudiums“, so Fasbender. Dabei liege es im Ermessen der einzelnen Hochschule, wie sie diese Staffelung nutze, und könne so ideal für Profilbildung und Wettbewerb genutzt werden. „Eigenbeiträge erzeugen Wettbewerb und Wettbewerb führt zu mehr Qualität“, sagte Fasbender abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Heike Krasemann, Referentin, Pressestelle Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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