Vorschläge aus dem Hause Aigner zum Anlegerschutz sind wirklichkeitsfremd
(Berlin) - Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) lehnt die Vorschläge des wissenschaftlichen Beirats von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CDU) zur Reform der Anlageberatung ab. Geplant ist unter anderem die Banken und Sparkassen mit einer Eingangsberatung aller Anleger zu beauftragen.
"Der Vorschlag läuft darauf hinaus, den Bock zum Gärtner zu machen. Wenn die Banken und Sparkassen von der Bundesregierung beauftragt werden, eine - aus Steuergeldern finanzierte - Eingangsberatung für alle Anleger durchzuführen, ist der unabhängige Vertrieb von Versicherungen und Finanzdienstleistungen erledigt, er wird aus dem Markt gedrängt. Wie die Vermittlung von ungeeigneten Lehman-Zertifikaten an unbedarfte Anleger zeigt, haben die Banken das Vertrauen der Anleger verspielt. Das breite Spektrum an Vermittlern von Versicherungen und Finanzdienstleistungen - gebundene Versicherungsvermittler, Versicherungsmakler, unabhängige Finanzdienstleistungsvermittler - ist die Voraussetzung für die Verbesserung der Qualität von Anlageberatungsleistungen. Das darf nicht durch unbedarfte Maßnahmen zerstört werden", fordert BDWi-Vizepräsident Michael H. Heinz.
Michael H. Heinz verantwortet im BDWi das Themenspektrum Versicherungen und Finanzdienstleistungen. Er ist Versicherungsmakler und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
Markus Guhl, Bundesgeschäftsführer
Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10
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