Warnung vor neuer Altersarmut
(Berlin) - Wir werden zunehmend mit Armut im Alter zu tun haben, warnte die Berliner Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner (Linkspartei.PDS) am Mittwoch (7. September 2006) in Berlin auf einer Fachtagung des Bundesverbandes der Volkssolidarität. Zu den Ursachen für die drohende Altersarmut gehörten die durchgeführten und geplanten Reformen der Bundesregierung im Rentenbereich, so die Politikerin. Die Reformvorhaben reagierten nicht angemessen auf die demografische Entwicklung. Das gelte auch für das Gesundheitswesen, sagte Knake-Werner. Ich habe die Befürchtung, dass diejenigen, die besonders auf medizinische Hilfe angewiesen sind, in übergroßem Maße belastet werden.
Die Berliner Senatorin war Gastrednerin auf einer Fachtagung der Volkssolidarität, die sich mit den veränderten Bedingungen für die Sozial- und Wohlfahrtsarbeit beschäftigte. Knake-Werner warnte auch vor den Folgen solcher Entscheidungen wie der Verlagerung des Heimrechtes von der Bundes- in die Länderkompetenz. Der dadurch drohende Unterbietungswettbewerb müsse verhindert werden.
Der Bundesgeschäftsführer des größten ostdeutschen Sozial- und Wohlfahrtsverbandes, Dr. Bernd Niederland, kritisierte ebenfalls die über Jahre verfehlte Sozialpolitik der Bundesregierung. Der Staat entlässt sich aus seiner sozialen Verantwortung, stellte Niederland fest. Es sei politisch verursacht, dass die Mittel für das Sozial- und das Gesundheitswesen immer knapper würden. Dazu könnten Verbände wie die Volkssolidarität nicht schweigen.
Niederland machte auf die veränderten und wachsenden Aufgaben für die Sozial- und Wohlfahrtsarbeit angesichts der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aufmerksam. Die Leistungen der Volkssolidarität können sich angesichts des zunehmenden Hilfebedarfs von Menschen sehen lassen, stellte der Bundesgeschäftsführer fest. Die Volkssolidarität sei schon lange kein Rentnergeselligkeitsverein mehr, betonte Niederland unter anderem mit Verweis auf mehr als 35.000 Plätze in Kindertagesstätten des Verbandes. Notwendig seien neue Netzwerkstrukturen und Partnerschaften, um dem wachsenden Bedarf an Beratung, Begleitung und Betreuung im sozialen Bereich gerecht werden zu können.
Quelle und Kontaktadresse:
Volkssolidarität Bundesverband e.V.
Tilo Gräser, PR-Referent
Alte Schönhauser Str. 16, 10119 Berlin
Telefon: (030) 27897100, Telefax: (030) 27593959
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