Welt-Umwelttag / Einsatz von Sekundärrohstoffen spart Energie und dient dem Klimaschutz
(Bonn) - Der diesjährige Welt-Umwelttag hat zum Ziel, möglichst viele Menschen über die Themen Nachhaltigkeit und sparsamer Umgang mit den Ressourcen zu informieren und zu sensibilisieren.
Nach den Worten von bvse-Präsident Burkhard Landers spielt für den einzelnen Bürger natürlich das Thema Abfall eine große Rolle. Er verwies auf eine aktuelle Umfrage des Forsa-Institutes im Auftrag der Zeitschrift Neon. Hier gaben immerhin 94 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger an, dass sie sich an der Mülltrennung beteiligen. Landers: Das ist ein enorm hoher Wert, der zeigt, wie wichtig die Abfalltrennung beim Bürger als Beitrag zum Umweltschutz wahrgenommen wird.
Durch die Abfalltrennung, egal ob in privaten Haushalten oder bei Wirtschaftsunternehmen, könnten, so Landers, wertvolle Sekundärrohstoffe gewonnen werden.
Die rasante Entwicklung auf den Rohstoffmärkten zeige jedoch, dass der Gewinnung von Sekundärrohstoffen noch viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. Das habe vor allem damit zu tun, erklärte der bvse-Präsident, dass Deutschland außer seinen Sekundärrohstoffen über keine nennenswerten Rohstoffreserven verfüge.
Wenn eine Steigerung des Einsatzes heimischer Sekundärrohstoffe für die deutsche Industrie gewollt sei, dann müsse die stoffliche Verwertung im Vordergrund stehen. Denn was einmal verbrannt oder deponiert sei, gehe dem Stoffkreislauf unwiederbringlich verloren.
Landers: Wir fordern daher von allen Beteiligten, vom Bund, den Ländern und Kommunen und von den verschiedenen Wirtschaftsbeteiligten ein klares Bekenntnis zum Vorrang der stofflichen vor der energetischen Verwertung von Abfällen. Wir sagen genauso deutlich, dass die energetische Verwertung als Ergänzung zur stofflichen Verwertung dann sinnvoll ist, wenn ansonsten nur die klassische Müllverbrennung als Entsorgungsweg bliebe und so der Einsatz primärer Energien substituiert werden kann.
Nach den Worten des bvse-Präsidenten gehe es dabei nicht nur um das volkswirtschaftliche und für unsere Unternehmen natürlich auch das betriebswirtschaftliche Interesse, das dieses Bekenntnis erfordere.
Es sei die schlichte Tatsache, dass nachhaltiges Wirtschaften die verfügbaren natürlichen Ressourcen schone, Energie einspare und damit auch einen bedeutenden Beitrag für den Klimaschutz liefere.
Eine aktuelle Studie des IFEU-Instituts im Auftrag der Initiative Pro Recyclingpapier hat in einem ökologischen Vergleich von Büropapieren eindeutig ergeben, dass Recyclingpapier ökologisch vorteilhafter ist als Papier aus Frischfaser.
Landers: Es ist wesentlich weniger Energie nötig, um beispielsweise Kopierpapier aus Altpapier herzustellen als aus Holz. Genau das ist natürlich auch der wirtschaftliche Grund der Papierfabriken, Altpapier zu verwenden. Sie können damit Energie und also Kosten sparen.
Landers nannte folgendes Beispiel: Die Produktion von drei Blatt Recyclingpapier spart im Vergleich zur Frischfaser so viel Energie, dass damit ein Liter Wasser von 20 auf 100 Grad Celsius erhitzt werden kann.
Auch das Schrottrecycling liefere nach den Worten von Burkhard Landers überzeugende Energieeinsparergebnisse: Um eine Tonne flüssigen Stahl aus primären Rohstoffen (Eisenerz u.a.) zu erzeugen, würde man 6.481 kWh benötigen. Wird stattdessen der Rohstahl aus Schrott erzeugt, benötigt man nur 1.784 kWh. Die Energieersparnis von ca. 4.700 kWh entspricht etwa dem halben Jahresverbrauch eines komfortabel ausgestatteten 4-Personen-Haushaltes.
Quelle und Kontaktadresse:
bvse Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.
Jörg Lacher, Leitung, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Hohe Str. 73, 53119 Bonn
Telefon: (0228) 988490, Telefax: (0228) 9884999
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

