Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)

Westeuropa: Pkw-Absatz liegt im Oktober auf Vorjahresniveau / USA: Deutsche Hersteller auch im Oktober weiterhin erfolgreich / Mercosur: Schwache Entwicklung in Brasilien

(Frankfurt am Main) - In Westeuropa haben sich die Pkw-Neuzulassungen im Oktober 2003 stabil entwickelt: Mit 1,18 Mio. abgesetzten Fahrzeugen erreichten sie das Niveau des Vorjahresmonats. Von den Volumenländern entwickelte sich lediglich Spanien besser als vor einem Jahr; starke Zuwachsraten wurden auch in einigen kleineren Ländern erzielt. Gesunken ist dagegen der Absatz in Deutschland (-4 Prozent) und Frankreich (-2 Prozent); auch in Italien und Großbritannien waren leichte Rückgänge zu verzeichnen. Seit Jahresbeginn wurden in Westeuropa insgesamt 12,2 Mio. Fahrzeuge abgesetzt, gut 1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Während die neu in den Verkehr gebrachten Pkw mit Otto-Motor im Laufe dieses Jahres insgesamt in Westeuropa noch um 6 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen, hält der Diesel-Boom unvermindert an. Der Dieselanteil an den insgesamt neu zugelassenen Personenkraftwagen erhöhte sich von Januar bis September 2003 auf 42,4 Prozent (Januar bis September 2002: 39,4 Prozent). Im westeuropäischen Vergleich nahm Österreich mit einem Dieselanteil an den Neuzulassungen von 71,4 Prozent den ersten Rang ein, gefolgt von Belgien und Frankreich (jeweils 67,2 Prozent). Deutschland lag mit 39,2 Prozent leicht unter dem westeuropäischen Durchschnitt.

In den USA steigerten die deutschen Anbieter ihren Absatz von Light Vehicles im Oktober 2003 um gut 4 Prozent, während der Gesamtmarkt lediglich das Niveau des Vorjahres erreichte. Modellbedingt stiegen ihre Verkäufe vor allem im Segment der Light Trucks deutlich (+41 Prozent). Der Absatz deutscher Pkw lag mit 63.800 Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahresmonats, während die drei großen US-Anbieter knapp 8 Prozent weniger traditionelle Pkw verkauften. Insgesamt bauten die deutschen Hersteller ihre Position auf dem von Incentives geprägten US-Markt weiter aus. In den ersten zehn Monaten 2003 lag ihr Absatz mit 754.800 Light Vehicles nur leicht unter Vorjahresniveau (Marktanteil: 5,4 Prozent).

Während die Importfahrzeuge aus Deutschland weiter zulegten (+5 Prozent), ging der Absatz deutscher Fahrzeuge aus den Transplants in Nordamerika um 11 Prozent zurück. Im klassischen Pkw-Bereich setzten sie mit 668.500 Fahrzeugen lediglich 1 Prozent weniger Fahrzeuge ab wie im Vorjahr und erhöhten ihren Marktanteil von 9,8 Prozent auf 10,3 Prozent. Im Bereich der Light Trucks setzten sie sogar knapp 7 Prozent mehr Fahrzeuge ab als vor Jahresfrist. Insgesamt wurden auf dem US-Markt in den ersten zehn Monaten 2003 mit 13,95 Mio. Fahrzeugen knapp 2 Prozent weniger Light Vehicles verkauft (Pkw: -6 Prozent, Light Trucks: +3 Prozent).

In den Mercosur-Ländern Brasilien und Argentinien zeigt sich im bisherigen Jahresverlauf ein unterschiedliches Bild: Nachdem der Absatz von Light Vehicles in diesen Ländern bereits im vergangenen Jahr um insgesamt 12 Prozent zurückging, setzte sich dieser schwache Trend zumindest in Brasilien auch in diesem Jahr fort. Zwar lagen die Verkäufe von Light Vehicles im Oktober 2003 mit 132.900 Fahrzeugen leicht über dem Niveau des Vorjahres, dennoch war in den ersten zehn Monaten ein deutlicher Absatzrückgang um knapp 9 Prozent auf 1,06 Mio. Fahrzeuge hinzunehmen. Dabei lagen sowohl die Pkw-Neuzulassungen (-9 Prozent) als auch der Absatz von Light Trucks (-8 Prozent) unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

In Argentinien setzte dagegen im bisherigen Jahresverlauf eine Stabilisierung der Verkäufe ein. Im Oktober wurden insgesamt 10.800 Light Vehicles (+187 Prozent) abgesetzt. Damit ist der Markt, der im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin auf einem niedrigen Niveau liegt, den sechsten Monat in Folge gestiegen. Von Januar bis Oktober 2003 lagen die Neuzulassungen mit 113.700 Fahrzeugen 73 Prozent über dem schwachen Vorjahresergebnis.

Quelle und Kontaktadresse:
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