Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Anzeige

Westeuropa: Weniger Arbeitstage und höhere Kraftstoffpreise belasten April-Ergebnis / Pkw-Neuzulassungen bleiben im bisherigen Jahresverlauf auf stabilem Niveau

(Frankfurt am Main) - Der Pkw-Absatz in Westeuropa lag im April mit voraussichtlich 1,2 Mio. Pkw zwar um 7 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres, allerdings ist der Rückgang zu relativieren, da in den meisten Ländern aufgrund des späten Ostertermins bis zu drei Arbeitstage weniger zur Verfügung standen. Im Zwei-Monatsvergleich März/April lagen die Verkäufe leicht unter dem Vorjahresergebnis (-1 Prozent).

In Frankreich unterschritten die Verkäufe im April mit 181.700 Pkw das Vorjahresvolumen um 7 Prozent. Die französischen Hersteller verzeichneten einen Verkaufsrückgang von 8 Prozent. Der Absatz der ausländischen Anbieter gab um 5 Prozent nach. Ihr Marktanteil erhöhte sich damit weiter auf 43,5 Prozent (+1 Prozentpunkt). Den Löwenanteil hielten weiterhin die deutschen Hersteller mit einem Anteil von über 27 Prozent.

In Großbritannien gaben die Pkw-Verkäufe im April um 9 Prozent auf 163.200 Fahrzeuge nach. Insbesondere die Privatkunden hielten sich angesichts der weiterhin nur mäßigen wirtschaftlichen Entwicklung zurück: Die private Pkw-Nachfrage sank um 12 Prozent; die gewerbliche gab um 7 Prozent nach. Damit lag der Anteil der privaten Neuzulassungen im April bei 43,8 Prozent; im Vergleich zum Vorjahresmonat war dies ein Minus von 1,2 Prozentpunkten.

In Italien verfehlte der Pkw-Absatz im April mit 185.200 Fahrzeugen das Vorjahresergebnis um 6 Prozent. Die unklare politische Situation nach dem Ausgang der Parlamentswahlen dürfte zu einer zwischenzeitlichen Verunsicherung der Verbraucher beigetragen haben. In Spanien wurden im April mit 119.400 Pkw 11 Prozent weniger Fahrzeuge neu zugelassen. Die private Pkw-Nachfrage ging um 22 Prozent, die Nachfrage nach Firmenwagen um 6 Prozent zurück. Einzig das Vermietgeschäft verzeichnete im Vorfeld der Sommersaison einen Zuwachs von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

In den ersten vier Monaten 2006 haben die deutlich gestiegenen Kraftstoffpreise die Pkw-Nachfrage europaweit abgebremst. Mit einem Plus von 1 Prozent konnte insgesamt jedoch ein stabiles Ergebnis erzielt werden. Während Italien (+6 Prozent) und Deutschland (+1 Prozent) die Gesamtentwicklung stützten, verfehlten Spanien (-1 Prozent), Frankreich (-2 Prozent) sowie Großbritannien (-6 Prozent) das Vorjahresergebnis.

Der Absatz von Diesel-Pkw in Westeuropa nimmt weiter zu: Im ersten Quartal 2006 wurden mit 1,98 Mio. Fahrzeugen 3 Prozent mehr Diesel-Pkw verkauft als im Vorjahreszeitraum. Damit lag der Anteil der Diesel-Pkw an den neu zugelassenen Pkw bei 50,2 Prozent. Die deutschen Hersteller konnten von der anhaltend positiven Dieselentwicklung überdurchschnittlich profitierten und steigerten ihren Export von Diesel-Pkw nach Westeuropa um 8 Prozent. Sie erzielten damit einen Marktanteil von nahezu 51 Prozent. Ihre Ausfuhr von Diesel-Pkw in die neuen EU-Länder stieg sogar um 17 Prozent; hier lag der Marktanteil der deutschen Hersteller im Dieselbereich bei 56 Prozent.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige