Pressemitteilung | Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU)
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Wirtschaft fordert mehr Innovationsentwicklung im ländlichen Raum

(Schwerin) - „Bei der Förderung des ländlichen Raumes ist ein Kurswechsel zwingend notwendig“, bekräftigte Lothar Wilken von der Hauptgeschäftsführung der VUMV am heutigen Dienstag (6.3.07) in Schwerin die Kritik der Wirtschaft an den geplanten Förderschwerpunkten der neuen Strukturfondsperiode.

Anlass ist eine Konsultation von Vertretern des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in dieser Woche bei der Europäischen Kommission. "Ein Weiter-so-wie-bisher soll es auch nach dem Willen der EU bei der ländlichen Entwicklung nicht geben. Die Europäische Kommission wie auch der Koalitionsbeschluss der Landesregierung setzen zu Recht ehrgeizige Ziele bei der Umsetzung der Lissabon-Strategie - auch für die ländlichen Regionen. Die Herausforderung für Mecklenburg-Vorpommern, das nahezu ganzflächig als ländlicher Raum gilt, ist es, die klassische Landwirtschaft umzustrukturieren und dabei alternative Erwerbsmöglichkeiten zu schaffen. Wir brauchen deshalb mehr Wertschöpfung in den Betrieben der Ernährungswirtschaft, der Forstwirtschaft, der Holzverarbeitung und des Tourismus und dazu passende Existenzgründungen. Dies kann besonders durch mehr Innovationen, neue Produkte und stärkere Weiterverarbeitung geschafft werden“, so Wilken, der daraus mehr Einkommensmöglichkeiten und Chancen im Land erwartet.

Die bisherigen Planungen der Landesregierung sehen bislang lediglich 0,15 Prozent der Fördermittel im ländlichen Raum (1,36 Millionen von 882 Millionen Euro) für mehr Innovation, Technologie und verbesserte Zusammenarbeit mit der Wissenschaft vor.

Hintergrund des heutigen Termins der Schweriner Beamten in Brüssel ist die Kritik der EU-Kommission an dem bisherigen Entwurf des Entwicklungsprogramms des Landes für den ländlichen Raum von 2007 bis 2013 (EPLR). Die Wirtschaft hatte das Programm ebenfalls als völlig unzureichend befunden und zahlreiche Änderungsvorschläge unterbreitet. Die Verbände und Kammern mahnten an, dass nun intensive Nacharbeit nötig sei, um eine weitere Verzögerung bei der Förderung zu vermeiden.

„Wir hoffen, dass das Gespräch in Brüssel eine Wende in die richtige Richtung bringt“, so Wilken, der abschließend bedauerte, dass einen Tag vor dem Brüsseler Gespräch noch völlig unklar war, ob das Land überhaupt einen überarbeiteten Entwurf im Gepäck hat.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. Marcus Kremers, Pressesprecher Eckdrift 93, 19061 Schwerin Telefon: (0385) 6356100, Telefax: (0385) 6356151

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