Pressemitteilung | (SoVD) Sozialverband Deutschland - Landesverband Niedersachsen e.V.
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Zahlen bleiben hoch / Landesregierung muss Strategie vorlegen / Armutsgefährdung: Kinder und Frauen sind Verlierer*innen

(Hannover) - Seit Jahren gibt es keine Entwarnung in Niedersachsen, wenn es um Armutsgefährdung geht: Laut Statistischem Landesamt waren auch 2025 wieder 1,3 Millionen Menschen betroffen. Besonders dramatisch ist die Lage für Kinder, Jugendliche und Frauen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen fordert von der Landesregierung endlich eine verlässliche Strategie, um die Zahlen zu senken und gerade jungen Menschen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Rund jedes vierte Kind in Niedersachsen ist von Armut bedroht. Bei Jugendlichen sehen die Zahlen des Statistischen Landesamts ähnlich aus. „Seit Jahren bewegen sich die Zahlen auf diesem hohen Niveau, trotzdem passiert seitens der Politik kaum etwas. Es kann doch nicht sein, dass wir es dulden, dass ein Viertel der jungen Menschen in Armut aufwächst“, betont Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, und ergänzt: „Wir brauchen eine niedersachsenweite Strategie gegen Kinder- und Jugendarmut. Außerdem müssen etwa Auszubildende von ihrem Lohn auch leben können.“

Erschütternd nennt Swinke auch die veröffentlichten Zahlen bei den Alleinerziehenden. Hier gelten fast 42 Prozent als armutsgefährdet, 80 Prozent von ihnen sind Frauen. „Das zeigt, wie gering die Unterstützung für diejenigen ist, die ihre Kinder allein versorgen. Hier fehlt es an einer verlässlichen und flexiblen Kinderbetreuung, an familienfreundlichen Arbeitszeiten und an Gehältern, von denen man leben kann“, kritisiert der Vorstandsvorsitzende. Es sei ein Unding, dass viele Alleinerziehende nur Teilzeit arbeiten können und aufstockend Bürgergeld beziehen müssen, weil es zu wenig Unterstützung gebe. An dieser Stelle sei die Politik – vor allem auch die niedersächsische Landesregierung – gefragt. „Dass Kinder, Jugendliche und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet sind, ist kein individuelles Problem, weil die Betroffenen irgendetwas falsch gemacht hätten. Der Fehler liegt im System. Wir brauchen eine Politik, die soziale Sicherheit und Chancengleichheit wieder in den Mittelpunkt stellt“, so Swinke.

Quelle und Kontaktadresse:
(SoVD) Sozialverband Deutschland - Landesverband Niedersachsen e.V., Stefanie Jäkel, Pressesprecher(in), Herschelstr. 31, 30159 Hannover, Telefon: 0511 701480

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