Zeitungsverhandlungen ohne Ergebnis vertagt
(Frankfurt am Main) - Ohne ein Angebot der Zeitungsverleger endete die heutige zweite Runde der Zeitungstarifverhandlungen 2008 in Frankfurt. Am heutigen Donnerstag (4. September 2008) waren die Verhandlungskommissionen von DJV, ver.di und BDZV zu Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure zusammengekommen. "Die Verleger waren auch heute nicht bereit, ein Angebot vorzulegen", kritisierte DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff.
Als Verhandlungsfortschritt bezeichnete der DJV-Verhandlungsführer die deutliche Absicht der Verleger, kurzfristig einen neuen Gehaltstarifvertrag abzuschließen. Bei einem passenden Gehaltsabschluss wären die Verleger bereit, die Kündigung des Manteltarifvertrags zurück zu nehmen. Auch die Integration der Online-Redakteure in den Tarifvertrag stellten sie in Aussicht. "Damit die Tarifverhandlungen erfolgreich weiter geführt werden können, müssen die Verleger endlich ein Angebot vorlegen", erklärte Engeroff. Als nächsten Verhandlungstermin vereinbarten DJV, ver.di und BDZV den 29. September in Berlin.
DJV und ver.di fordern für die fest angestellten und freien Journalisten an Tageszeitungen 7,5 Prozent mehr Gehalt bzw. Honorar sowie die Einbeziehung der Online-Redakteure in den Tarifvertrag der Tageszeitungen. Der alte Gehaltstarifvertrag und der Honorarvertrag der Freien waren zum 31. Juli ausgelaufen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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