Pressemitteilung

BPI fordert: Impflücken schließen! Europäische Impfwoche nimmt Masern-Impfung in den Blick

(Berlin) - Impfungen schützen verlässlich, nebenwirkungsarm und kostengünstig vor bedrohlichen Krankheiten. Darauf macht der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) anlässlich der Europäischen Impfwoche aufmerksam. Trotzdem gibt es in Deutschland immer noch gravierende Defizite, zum Beispiel im Bereich der Masernprävention. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat jüngst geschätzt, dass hier aktuell nur rund 90 Prozent der Bevölkerung einen ausreichenden Impfschutz haben, mindestens 95 Prozent wären aber notwendig. "Solche Impflücken müssen dringend geschlossen werden, damit Infektionskrankheiten wie Masern bei uns keine Chance mehr haben", sagt BPI-Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp. "Gerade Erwachsene nehmen das Infektionsrisiko bei sich selbst oft nicht so ernst wie bei Kindern, obwohl sie genauso betroffen sein können. Hier ist auch der Hausarzt gefragt, aufzuklären und regelmäßig die Impfausweise seiner Patienten zu überprüfen."

Impfschutz funktioniert nur flächendeckend. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann man von einem wirksamen Schutz gegen Infektionskrankheiten nur dann sprechen, wenn rund 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Dies ist hierzulande nicht bei allen Krankheiten der Fall. Während beispielsweise die USA von der WHO bereits 2002 als masernfrei zertifiziert wurden, gab es in Deutschland in den letzten Jahren immer wieder vereinzelte Ausbrüche von Masern, fast alle Betroffenen waren ungeimpft. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die erste Masernimpfung bereits für Babys unter einem Jahr, die zweite vor Ende des zweiten Lebensjahres. Erwachsene, die nach 1970 geboren sind und bislang nicht oder in der Kindheit nur einmal geimpft wurden, sollten dies dringend nachholen. "Der kleine Pieks ist ja kein Selbstzweck, sondern kommt der Gesundheit der gesamten Gesellschaft zu Gute", sagt Henning Fahrenkamp. "Insbesondere für ältere Menschen können Infektionskrankheiten zur tödlichen Gefahr werden. Diese und andere Risiken können wir mindern, denn wir haben bewährte und allgemein gut verträgliche Impfstoffe zur Hand. Speziell bei Masern wird es Zeit, denn die WHO will die Krankheit bis 2015 in Europa beseitigt wissen."

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI)
Joachim Odenbach, Pressesprecher
Friedrichstr. 148, 10117 Berlin
Telefon: (030) 27909-0, Telefax: (030) 2790361
E-Mail: jodenbach@bpi.de
Internet: http://www.bpi.de
(dvf, tr)


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