Pressemitteilung

Braunkohle wird wertvoller / Vielfalt sichert Versorgung / Braunkohlentag 2012

(Cottbus/Köln) - Die Bedeutung der Braunkohle für die Sicherheit der Stromversorgung nimmt in Deutschland zu. "Als witterungsunabhängige heimische Energie wird Braunkohle immer wertvoller", erklärte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Vereins (DEBRIV), Dr.-Ing. Johannes Lambertz, anlässlich der Eröffnung des Braunkohlentages 2012 in Cottbus. Zwar sei es unter hohen Anstrengungen möglich, die abgängige Leistung der Kernkraftwerke durch den Ausbau erneuerbarer Energien auszugleichen, die witterungsabhängige Einspeisung von Strom aus den Energiequellen Sonne und Wind könne jedoch nicht den gleichen Grad an Versorgungssicherheit gewährleisten. Damit bleiben die verfügbaren Braunkohlen-, Steinkohlen- und Gaskraftwerke für die Gewährleistung der Stromversorgung in Deutschland unverzichtbar. Verlangt wird dabei ein gesteigertes Maß an Flexibilität, dieser Anforderung können Braunkohlenkraftwerke entsprechen.


Stabilität durch Vielfalt

Der DEBRIV-Vorstandsvorsitzende fasste die energiepolitische Empfehlung auf dem diesjährigen Braunkohlentag in die These: "Energiewirtschaftliche Stabilität gibt es nur durch Vielfalt". Lambertz berichtete, dass die Kälteperiode im Februar des Jahres ein Test für die Sicherheit der Stromversorgung war, der "nur knapp bestanden wurde." Die Bedarfsdeckung und die Aufrechterhaltung der Netzstabilität seien nur möglich gewesen, weil die verfügbaren Kohle- und Kernkraftwerke unter hoher Last liefen und Gas- sowie Pumpspeicherkraftwerke für den Ausgleich der Tagesschwankungen sorgten.

Der DEBRIV-Vorstandsvorsitzende korrigierte zudem die Ansicht, dass zum Ausgleich der schwankenden Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen nur Gaskraftwerke die notwendigen technischen Voraussetzungen mitbringen. Es werde oft übersehen, dass "zwischen modernen Braunkohlenkraftwerken und erdgasbetriebenen GuD-Kraftwerken kaum Unterschiede in Bezug auf Regelbereich und Geschwindigkeit der Laständerung bestehen."


Branchenentwicklung zufriedenstellend

Die Braunkohlenindustrie blickt nach den Worten des Verbandsvorsitzenden auf ein gutes Jahr 2011 zurück. Die Akzeptanz in den Regionen sei gut und die Rahmenbedingungen bezeichnete Lambertz "als angemessen". Die Braunkohlenförderung stieg leicht auf 176,5 Millionen Tonnen (Mio. t). Mit 160 Mio. t wurden rund 90 Prozent der Förderung zur Stromerzeugung eingesetzt. Die Bruttostromerzeugung erreichte eine Höhe von 153 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Damit lag die Stromerzeugung aus Braunkohle in etwa auf dem Niveau der zurückliegenden 10 Jahre. 2011 stammte erneut jede vierte Kilowattstunde Strom in Deutschland aus Braunkohle. Die Braunkohle war damit der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung und zugleich auch der wichtigste heimische Energieträger insgesamt.


Stärkung der Reviere

Bedeutsam für die längerfristigen Perspektiven von Industriezweig und Energieversorgung sind die laufenden Inbetriebnahmen der Neubaukraftwerke Neurath im Rheinland mit einer Leistung von 2.200 Megawatt (MW) sowie in Boxberg (Sachsen) mit einer Leistung von 675 MW. Im Rheinland wurden parallel zur Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks mehrere Altanlagen vom Netz genommen. Die Weiterführung der Tagebaue Welzow-Süd und Nochten in die Anschlussfelder sowie die Entwicklung der Zukunftsfelder sind zur künftigen Versorgung der Braunkohlenkraftwerke in der Lausitz erforderlich. Auch in Mitteldeutschland wird über Anschlussfelder gesprochen, insbesondere im Hinblick auf die stoffliche Verwertung von Braunkohle in der Chemie- und Grundstoffindustrie. Im Rahmen der von Bund und Ländern geförderten Forschungsinitiative konnten auf diesem Feld weitere Fortschritte erzielt werden. Große Bedeutung für das Rheinland hat das Projekt BoAplus, ein effizientes und flexibles Neubauvorhaben.


Zuspruch aus den Ländern

Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, besucht in diesem Jahr nach 2003 zum zweiten Mal einen Braunkohlentag. Der DEBRIV-Vorstandsvorsitzende hob die Beiträge der Landesregierungen von Brandenburg, Sachsen, Sachen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen zur Entwicklung der Braunkohlenindustrie hervor und dankte dem brandenburgischen Ministerpräsidenten stellvertretend für die Unterstützung durch Politik und Verwaltung.

Die mehr als 400 Teilnehmer des diesjährigen Braunkohlentags wurden in Fachbeiträgen über die Entwicklung des Tagebaus Welzow-Süd im Lausitzer Braunkohlenrevier und dem Potenzial der Braunkohle als Rohstoff für die Chemieindustrie informiert. Außerdem wurde über die Arbeit und den Stand der Braunkohlensanierung in den östlichen Bundesländern berichtet.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Braunkohle (DEBRIV)
Uwe Maaßen, Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Str. 37, 50858 Köln
Telefon: (02234) 1864-0, Telefax: (02234) 186418
E-Mail: info@braunkohle.de
Internet: http://www.braunkohle.de/
(dvf, cl)


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Ausgabe 07|Oktober 2014
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