Pressemitteilung

Energetische Denkmalsanierung - Klimaschutz trifft Baukultur

(Berlin) - Die Energiewende gehört zweifelsohne zu den Megathemen unserer Zeit. Teil dieses Kraftaktes ist unter anderem die energetische Sanierung von Bestandsbauten. Der Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V. plädiert in diesem Punkt für die Wahrung von Augenmaß und Mitte.

Während die Definition von Denkmalen eindeutig und die Gesetzgebung in Länderhoheit liegt, ist der Begriff der "sonstigen besonders erhaltenswerten Bausubstanz" rechtlich unbestimmt. Das verkompliziert eine energetische Sanierung an vielen Stellen enorm. Die wichtigste Frage, die sich aufdrängt, ist die nach einem Interessenausgleich. Zum einen gilt es den Dankmalschutz angemessen zu würdigen und zum anderen muss den Zielen des Klimaschutzes Rechnung getragen werden. So hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg bereits im September 2011 entschieden, dass Fotovoltaikanlagen beispielsweise auf denkmalgeschützten Gebäuden angebracht werden dürfen. Mögliche Beeinträchtigungen seien den in der Verfassung verankerten Klimaschutzzielen unterzuordnen.

Es ist politischer Wille und erklärtes Ziel der Bundesregierung, dem Klimaschutz höchste Priorität beizumessen. "Das ist gut und schön", sagt DAI Präsident Prof. Dipl.-Ing. Christian Baumgart, "aber deshalb dürfen wir nicht alles abdämmen und zudichten. Es ist richtig und wichtig, bei der energetischen Denkmalsanierung Augenmaß walten zu lassen und sich die baukulturellen Zusammenhänge genau anzuschauen. Es kann nicht im Interesse des Klimaschutzes sein, eine historische Fassade zu verunstalten, nur um ein paar Gramm CO2 einzusparen, wenn in zehn Jahren diese dann gedämmte "Einheitsfassade" niemand mehr sehen kann und sie für wesentlich mehr Geld erneuert/rückgebaut werden muss", so Baumgart. Der DAI werde sich weiterhin verstärkt für einen Interessenausgleich zwischen Baukultur sowie Denkmal- und Klimaschutz einsetzen, führt Baumgart weiter aus.

Gegründet 1871, gehören dem DAI aktuell 32 Architekten- und Ingenieurvereine im gesamten Bundesgebiet an. Damit vertritt der Verband die Interessen von ca. 4.000 Architekten, Ingenieuren und Planern. Der Verband gibt die Fach- und Verbandszeitschrift BAUKULTUR heraus, die sechs Mal pro Jahr erscheint. Der DAI hat neun Förderpartner, neun Kooperationspartner und sechs Netzwerkpartner.

Quelle und Kontaktadresse:
DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., c/o KEC
Udo Sonnenberg, Geschäftsführer
Salzufer 8, 10587 Berlin
Telefon: (030) 21473174, Telefax: (030) 21473182
E-Mail: sonnenberg@dai.org
Internet: http://www.dai.org
(dvf, cl)


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Ausgabe 07|Oktober 2014
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