Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)

Erneuerbare Energien mit Gesetzesnovelle für Wettbewerb fit machen / DBV erwartet Zustimmung von allen Bundestagsfraktionen

(Berlin) - Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen und zukunftsorientierten deutschen Innovations-, Klimaschutz- und Energiepolitik. Mit der Novelle des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG), die derzeit im Bundestag zur Entscheidung ansteht, soll die Biomasse als nachwachsender Energieträger besser gestellt werden. Denn im bisherigen EEG ist vor allem die naturbelassene land- und forstwirtschaftliche Biomasse mit großen Potenzialen unzureichend berücksichtigt. Daher erwartet der Deutsche Bauernverband (DBV), dass letztendlich alle Fraktionen des Bundestages der Novelle des Erneuerbare Energien-Gesetzes mit Verbesserungen für die Biomasse zustimmen werden.

Schließlich ist die Verstromung von Biomasse wie Holz, Stroh und Energiepflanzen durch ihre Unabhängigkeit von Jahres- und Tageszeit sowie von Wetter- und Temperaturverhältnissen hervorragend geeignet, auch die Grundlast in der Stromversorgung sicherzustellen. Strom aus Biomasse ist eindeutig klimaschützend, da der Ausstoß von klimaerwärmendem Kohlendioxyd unterbleibt. Darüber hinaus werden zum Beispiel durch die Ausbringung von Gülle, die zuvor in einer Biogasanlage zur Stromgewinnung vergoren wurde, die Methanemissionen erheblich reduziert. Dieser Klimaschutzeffekt ist noch um ein vielfaches höher, als die Einsparung von Kohlendioxid.

Durch die energetische Nutzung von Biomasse werden darüber hinaus regionale und dezentrale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Investitionen in kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben geschaffen. Damit wird die Wirtschaftskraft der ländlichen Räume gestärkt. Nach dem Gesetzentwurf sollen die erneuerbaren Energien durch abnehmende (degressive) Vergütungssätze als Anschubfinanzierung gefördert werden, um die Konkurrenz- und Wettbewerbsfähigkeit mit anderen Energieträgern auf innovativem Wege zu erlagen. Der DBV steht zur Degression der Förderung, da ein nachhaltiger Beitrag zur Energieversorgung nur im Wettbewerb der Energiearten möglich sein wird.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV) Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn Telefon: 0228/81980, Telefax: 0228/8198205

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