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Pressemitteilung

Industrie 4.0 - Perspektive für die deutsche Hochtechnologie?! / SPECTARIS-Jahresempfang zeigt Chancen und Herausforderungen der "Industriellen Revolution" für Hightech-Branchen auf

(Berlin) - Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Internets führt zu einer grundlegenden Umgestaltung des industriellen Wertschöpfungsprozesses, die oft als "4. Industrielle Revolution" bezeichnet wird. Nach der Mechanisierung der Produktion mithilfe von Wasser- und Dampfkraft, der Einführung der Massenfertigung, Automatisierung der Produktion durch Elektronik und IT wandelt sich die Produktionstechnik nun zu "cyber-physischen Produktionssystemen".

Der Branchenverband SPECTARIS sieht für seine Mitgliedsunternehmen großes Potenzial beim Thema Industrie 4.0. Am 8. September stand das Thema deswegen auch auf der Agenda des SPECTARIS-Jahresempfangs in der Landesvertretung Niedersachsen. Rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft folgten der Einladung, um sich über das Thema auszutauschen.
Prof. Dr. Wolfgang Wahlster vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz zeigte in seinem Vortrag: Das Internet der Dinge kommt in die Fabriken. In fünf Jahren so prophezeit Wahlster, werde jedes Produkt über ein Produktgedächtnis verfügen und mit der Maschine, die es bearbeitet, durch eine eingebettete Sensorik und Aktuatorik kommunizieren.

Die Individualisierung der Produkte, die diese neuen Produktionssysteme ermöglichen, lässt Massenware zur Vergangenheit werden. Auch die Arbeit der Fachkräfte wird in der "smart factory" virtueller: Datenbrillen prüfen den Arbeitsvorgang und zeigen nächste Schritte zur Fertigstellung des Produkts an. Industrie 4.0 führe zu einer "dynamischen Orchestrierung von Webdiensten" in der Fabrik.

Wie es das SPECTARIS-Mitgliedsunternehmen Infors schaffte, sich als kleines Unternehmen auf dem Markt zu positionieren erzählte Geschäftsführer Dr. Burkhard Feigel. Sein Motto: "Klasse statt Masse". Das Kernprodukt, ein Schüttler für Labore, kann in 415 Varianten, speziell auf die Kundenwünsche zugeschnitten, produziert werden. Ein Erfolgsgarant seien auch seine Mitarbeiter, die er durch flexible Arbeitszeitmodelle langfristig an sein Unternehmen binde. An jedem Ort zu jeder Zeit hätten diese Zugang zu den Daten von Produktion, Konstruktion, Lieferungen, Verkauf und Kunden.
Mit der Einrichtung der Arbeitsgruppe "Dialogplattform Industrie 4.0" hat sich auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Thema auf die Fahne geschrieben. Diese soll den Austausch der führenden Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Regierung über die notwendigen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für die großen Trends von Industrie 4.0 und die Digitalisierung der Wirtschaft fördern und beschleunigen. Staatssekretärin Brigitte Zypries sieht den Einzug der neuen Technologien in die Fabriken als Vehikel Deutschlands Zukunftsfähigkeit zu sichern. Das BMWi wolle helfe, den Entwicklungsprozess mitzugestalten und setze dazu auf den Dialog mit den Unternehmen.

Die mittelständischen Unternehmen der SPECTARIS-Branchen reagieren bereits heute mit ihren individuellen Produkten - fernab der Massenproduktion - flexibel auf spezielle Kundenwünsche. Damit sichern sie mit ihren Innovationen die wirtschaftliche Rolle Deutschlands und prägen das Bild der deutschen Qualitätsprodukte im Ausland.

Fotos der Redner finden Sie unter http://www.spectaris.de/verband/presse/artikel/seite/industrie-40-perspektive-fuer-die-deutsche-hochtechnologie/presse.html.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. (SPECTARIS)
Pressestelle
Werderscher Markt 15, 10117 Berlin
Telefon: (030) 414021-0, Fax: (030) 414021-33
E-Mail: info@spectaris.de
Internet: http://www.spectaris.de
(dvf, sy)