Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband

Marburger Bund fordert Rücknahme der Praxisgebühr: Ärzte und Krankenschwester keine Inkassobeamte

(Berlin) – Zu den negativen Erfahrungen bei der Praxisgebühr in den Krankenhäusern erklärt der Vorsitzende des Klinikärzteverbandes Marburger Bund, Dr. Frank Ulrich Montgomery:

Die Praxisgebühr entwickelt sich zu einem bürokratischen Desaster insbesondere in den Krankenhäusern. Sie behindert die Patientenversorgung und sorgt somit für Unmut bei Patienten und Krankenhauspersonal. Die Krankenhausverwaltung, die für den Einzug dieser Gebühr zuständig ist, leistet keinen 24-Stunden-Betrieb. Deshalb stellt die Praxisgebühr insbesondere bei den Notaufnahmen in den Abend- und Nachtstunden eine zusätzliche Belastung für das ärztliche Personal dar. Man kann aber von den ohnehin überlasteten Schwestern und Ärzten nicht verlangen, als Inkassobeamte der Bundesgesundheitsministerin tätig zu sein.

Der Verwaltungsaufwand zum Eintreiben der Praxisgebühr ist in den Krankenhäusern ungleich höher als bei den niedergelassenen Ärzten. Die Praxisgebühr, die letztlich eine Gebühr fürs Kranksein darstellt, kostet deshalb mehr als sie bringt. Zudem lenkt sie Schwestern und Klinikärzte von ihren eigentlichen Aufgaben ab und stört somit die Patientenversorgung. Die Bundesregierung ist deshalb gut beraten, nach den hauptsächlich negativen Erfahrungen die Praxisgebühr wieder zurück zu nehmen.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e. V. - Bundesverband Riehler Str. 6, 50668 Köln Telefon: 0221/9731680, Telefax: 0221/9731678

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